Konfigurierst du noch oder spielst du schon? Das „RetroArch“-Setup erklärt.

Das Bild zeigt einen Smartphone-Bildschirm mit einer Videoplayer-Oberfläche für den "RetroArch on iPhone & iPad (Starter Guide)" von Retro Game Corps. Der Videoplayer zeigt eine Liste von Spieletiteln, und eine Hand hält einen Spielcontroller, was darauf hindeutet, dass ein Mobilgerät zum Spielen von Retro-Spielen verwendet wird. Apropos Emulatoren: Für RetroArch muss man Einrichtungsfreude mitbringen. „Retro Game Corps“ komprimiert in diesem Video einen halben Arbeitstag auf rund 35 Minuten. Viele seiner gewählten Einstellungen lassen sich auch im ausgeschriebenen Guide nachlesen.

Ohne alternativen App-Marktplatz: „SameBoy“ spielt Game Boy (Color-)Spiele

Schreibtisch zeigt SameBoy-Emulator mit Kirby auf dem iPhone 15 Pro Max. Lior Halphon schubst SameBoy in den App Store - einen Game Boy- und Game Boy Color-Emulator mit cooler „Rewind“-Funktion und Screen- sowie Upscaling-Filtern.

Mac mini und iPad Pro an Apples Studio Display

Das zugrunde liegende Problem: Apples Studio Display besitzt lediglich einen einzigen Thunderbolt-Eingang. Ich muss mich also entscheiden, ob daran mein Mac mini oder M1 iPad Pro hängt. Bequem wäre der Wechsel über einen simplen Knopfdruck; KVM-Switches („Keyboard, Video, Mouse“) existieren dafür in vielen Varianten. Für 5K-Monitore dezimiert sich jedoch die Auswahl erheblich und steigt gleichzeitig (eklatant) im Preis. Das Internet behauptet, dass dieser Thunderbolt-Switch (Affiliate-Link) für mein Setup funktioniert. Ich bin dem 300-Euro-Experiment jedoch nicht nachgesprungen, sondern stecke stattdessen zwei Kabel um (Affiliate-Link). Mit diesem Adapter (Affiliate-Link) wirkt es obendrein aufgeräumter und ist für mich besser zugänglich. Bild zeigt Ergotron-Monitorhalterung und Thunderbolt-Kabel. Tastatur und Maus hängen an den rückseitigen USB-C-Ports des Studio Displays. Das bedeutet, sie wechseln jeweils zu dem Computer, der gerade am Thunderbolt-Anschluss angeschlossen ist. So weit, so simple. „Universal Control“ spielt in meinem Setup jedoch die entscheidende (unsichtbare) Rolle. Hängt der Mac am Display, steuern Maus und Tastatur trotzdem das iPad, das kabellos an der rechten Seite hängt. Und das funktioniert auch umgekehrt: Ist das iPad mit dem Studio Display per Kabel verbunden, kann ich genauso den Mac bedienen, der auf ein zweites (LED-Cinema-)Display ausweicht – siehe mein Mac-„Universal Control“-Setup. Setup als Sketch-Zeichnung. Und nicht nur das: „Universal Clipboard“ lässt mich geräteübergreifend Text und Dateien zwischen beiden Betriebssystemen austauschen. Apples Continuity-Handoff-Spielereien funktionieren für mich tadellos. Und wie zuvor besprochen: Dank dem separaten LED-Cinema-Display stecke ich Kabel nur dann um, wenn ein bestimmter Computer auf den Hauptmonitor – das Studio Display – soll. Drei Anmerkungen:
  • Ein kompletter iPad-Neustart – etwa nach einem Software-Update – erfordert das einmalige Ab- und Anstecken vom Monitor. Nur so erkennt Apples Tablet das Apple Display.
  • Hängt das iPad in seiner Portrait-Ausrichtung, wird die Hochkant-Darstellung auf den externen Monitor gespiegelt. Das gilt jedoch ausschließlich für den „Mirror-Mode“. Mein iPad hängt zwar hochkant, füllt als separates Display (ohne „Mirror-Mode“) das gesamte Studio Display.
  • Ist der iPad-Bildschirm gesperrt, wecke ich ihn durch kurzes Antippen auf. Ist der Mac-Bildschirm gesperrt, muss ich ihn über Screens aus dem Dock aktivieren. Wer statt dem Mac mini einen Laptop benutzt, hat diesen Umstand natürlich nicht.
iPadOS-Screenshot vom Dock, dass die App Screens zeigt. Strich drunter. Natürlich würde ich einen zweiten Eingang am Studio Display bevorzugen. Gleichzeitig hat mich Apples Display in puncto Bildqualität und Verarbeitung aber auch für andere Monitore verdorben. Es soll ein Studio Display sein, auch wenn ich dafür gelegentlich ein Kabel umstecken muss.

Aus dem 3D-Drucker: eine „Hochkant“-Halterung für den Backbone-Controller

Für vertikale1 Nintendo-Switch-Spiele existiert der Flip Grip. Für iPhones kam u/vaadkins auf eine clevere 3D-Druck-Idee, bei dem sich das Telefon im Portrait-Mode an den zweiten USB-C-Port des Backbone-Controllers hängt2. Backbone-Controller mit Mario-Kart-DS-Spiel. Als ich darüber im Netz stolperte, reservierte ich direkt für heute Vormittag einen 3D-Drucker in unserer Bibliothek und bestellte zwei USB-C-Adapter mit 90-Grad-Winkel (Affiliate-Link). An kurzen USB-C-Kabeln (Affiliate-Link) mangelt es hier nicht. Sprich: Meine Konstruktion ist ein Work-in-Progress. Insbesondere die 3D-Druck-Qualität hat noch Luft nach oben. Nächste Woche reserviere ich mir ein besseren Drucker; eventuell bestelle ich mir Mini-Magnete, die den Adapter in seine Position schubsen. Bild zeigt 3D-Drucker. Hochformat-Spiele sind nämlich stark unterschätzt – von Downwell über Thumper bis Afterplace oder Zen Pinball Party. Und mit Delta knöpft man sich so den Nintendo-DS-Spielekatalog vor.

  1. Tate-Modus 
  2. Für die „Play on Any Screen“-Funktion verlangt der Controller-Hersteller eine Abogebühr. 

#405 – 12 preiswerte iPad-Apps für Beginner

Die heutige Themenwahl hat weniger mit dem Verkaufsstart der neuen iPads zu tun, sondern vielmehr mit meiner Schwester. Ich habe ihr ein iPad Pro vermacht und durfte ein „Starter-Set“ aus iPad-Apps für Newcomer empfehlen. Das Motto: „nicht kostenlos, aber preislich erschwinglich“.

Und dann ist mir aufgefallen, dass das vielleicht auch anderen Erstnutzer:innen hilft.

Hier das Intro zur Episode:
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Retro-Gaming: PPSSPP und RetroArch landen im App Store

iPhone mit RetroArch zeigt NeoGeo-Pocket-Spiel „The Last Blade“.
After nearly 12 years, PPSSPP has finally been approved for the iOS App Store! Thanks to Apple for relaxing their policies, allowing retro games console emulators on the store. PPSSPP.org | App-Store-Link
RetroArch, sogar inklusive Apple TV. Next: Provenance. Langsam wird’s jedoch unübersichtlich. Auf Reddit führt deshalb jemand Buch über alle Emulatoren, die vor den App-Store-Toren stehen.

Apple lässt uns auf die neuen Bedienungshilfen blicken

Foto zeigt iPad das über die Augen gesteuert wird.
Apple today announced new accessibility features coming later this year, including Eye Tracking, a way for users with physical disabilities to control iPad or iPhone with their eyes. Additionally, Music Haptics will offer a new way for users who are deaf or hard of hearing to experience music using the Taptic Engine in iPhone; Vocal Shortcuts will allow users to perform tasks by making a custom sound; Vehicle Motion Cues can help reduce motion sickness when using iPhone or iPad in a moving vehicle; and more accessibility features will come to visionOS. Apple.com/Newsroom
Ein Preview auf die nächsten „Accessibility Features“ – einen Monat vor der WWDC – ist inzwischen eine jährliche Tradition. Siehe: 2021, 2022, 2023.

Der Ultrahuman Ring AIR

I think the wrist is interesting“, sagte Tim Cook vor 11 Jahren. Schlaf-, Stress- und Fitness-Statistiken, tägliche Schritte sowie Temperatur- und Herzwerte erfasst inzwischen nicht nur eine Smartwatch, sondern auch ein smarter Ring. Im Januar erreichte mich das „Sizing Kit“ von Ultrahuman1; zwei Wochen später trug ich Größe 8 des Ring AIR. Nach einigen Soft- und Firmware-Updates ziehe ich nach fünf Monaten ein erstes Fazit. Schwarz-weiß Foto meiner Hand mit Apple Watch Ultra und Ultrahuman Ring AIR. Wer fürs Resümee bereits ans Ende des Artikels gesprungen ist, muss nun wieder hochscrollen. Ich nehme mein Fazit nämlich vorweg: Der Ultrahuman Ring Air ist besser als jeder Fitbit und kann selbst die Apple Watch ergänzen. Nahaufnahme der Innenseite des Ultrahuman Ring AIR. Unter Anbetracht wie viele Datenpunkte, die der Ring AIR erhebt, bleiben Gewicht und Abmessungen beachtlich kompakt. Ich kann empfehlen, eure Ringgröße mit einem Dummy über einige Tage zu evaluieren (auch als 3D-Druck verfügbar). Finger schwellen bei sportlichen Aktivitäten oder Temperaturschwankungen bekanntlich an (und wieder ab). Ultrahuman empfiehlt für seinen Ring den Zeigefinger. Damit komme ich gut klar. Auch deshalb, weil er hier nicht zwischen zwei Fingern sitzt. Außerdem sieht er dort ganz hip aus (wie ich finde), ohne sich gleich als Health-Tracker zu outen. Allerdings trage ich selten (Finger-)Schmuck und ecke damit regelmäßig überall an. Deshalb wundern mich zwei kleine Kratzer am äußeren Gehäuse nicht. Ganz im Gegenteil: Ich trage den Ring bei allen Gartenarbeiten, Floorball-Spielen und zuletzt einem Umzug. Mich überrascht viel eher, dass er noch so prestige aussieht. Pro-Tipp: Hüllenlose iPhones und „fighter jet grade Titanium“ werden keine Freunde. Wie bei Fingernägeln auf Kreidetafeln stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn der Ring übers nackte Telefon kratzt. Deshalb habe ich tatsächlich in den vergangenen Monaten ein Case benutzt. Ultrahuman Ring AIR hochkant auf weißem Untergrund. Die Batterielaufzeit war trotz Bluetooth Low Energy in den ersten Wochen unterirdisch. Diverse Firmware-Updates später sind diese Fehler ausgemerzt. Inzwischen denke ich nicht mehr übers Aufladen nach, sondern lade immer dann, wenn ich daran denken – meistens nach drei oder vier Tagen. Notwendig ist ein proprietärer USB-C-Puck, der für längere Ausflüge nach einem Platz im Reisegepäck verlangt. Dessen Stecker ist jedoch nicht fest verdrahtet; jedes USB-C-Kabel kann verwendet werden. Bild zeigt meine Hand mit Apple Watch Ultra und Ultrahuman Ring AIR. Ihre eigene Software ist hübsch und deckt alle (!) Apple-Plattformen ab – unter anderem für hauseigene Work-outs auf macOS und tvOS. Leider tauchen diese Trainingseinheiten nicht in Apples Activity-App auf. Mein zweiter Kritikpunkt ist die recht prominente Werbung für ihren (optionalen) Blutzucker-Sensor und der „Refer a friend“-Banner. Als klassischer Einmalkauf ohne Abo verstehe ich die Eigenwerbung – den Push für das kontinuierliche Glukosemonitoring. Trotzdem sollte mir erlaubt sein, das Interface entsprechend von meinem Fokus anzupassen. Speziell die „weekly insights“ mit Trendwerten der vergangenen Tage gehören auf die erste Seite der App. Tatsächlich ausschlaggebend ist für mich (als „Apple-Watch-Lover“) der Sync zu Apple Health und die Möglichkeit alle erfassten Daten durch verschiedene App-Store-Apps zu visualisieren. Ultrahuman hält derzeit folgende Datenpunkte in Apple Health fest:
  • Schritte
  • Ruheenergie
  • Aktivitätsenergie
  • Herzfrequenz
  • Ruheherzfrequenz
  • Herzfrequenzvariablität
  • Körpertemperatur
  • Schlaf
Apropos App: Den privilegierten Sync zum Telefon erlaubt Apple nur sich selbst. Startet ihr die Ultrahuman-App für ein paar Tage nicht, findet beim nächsten Öffnen zuerst ein Abgleich statt. Die Aufzeichnung eurer Aktivitäten wird (natürlich!) nicht unterbrochen, die Daten müssen sich aber gelegentlich synchronisieren. Das dauert jedoch nur einige Sekunden. Die Erfassung der Messwerte bemerkt man manchmal durch eine kleine LED, die auf der Ring-Innenseite sitzt. Sie blinkt oder leuchtet nicht dauerhaft, kann abends im Bett aber auffallen. Nahaufnahme zeigt Innenseite mit Ringgröße. Der Anschaffungspreis ist substanziell. Ohne laufende Abogebühren ist der Ring AIR jedoch preislich attraktiver als seine Konkurrenten. Ich kann nicht beurteilen, ob der gewählte Preismix für das Start-up aus Indien dauerhaft klappt. Solange jedoch der Health-Sync besteht, existiert kein Datensilo. Diese uneingeschränkte Bereitstellung der erhobenen Sport- und Fitness-Daten machen den Ultrahuman-Ring so attraktiv. Und ohne Bildschirm, (Push-)Benachrichtigungen und Töne ist er eine elegante Alternative zur Watch – selbst für mich. Wenn ich eine Nacht mal ohne Uhr schlafen möchte, oder (zu gewissen Anlässen) eine non-smarte Uhr trage, wird die grundsätzliche Aufzeichnung meiner persönlichen Gesundheitsdaten nicht unterbrochen.

  1. Rabatt-Code: ALEXOLMA10