„Japan’s iconic Infobar returns as a gorgeous Apple Watch case“

Bild zeigt Apple Watch in Infobar-Case. via au.com
KDDI has revived one of its most beloved devices in a surprising new form. As part of the Japanese carrier’s long-running AU Design Project, it's released a case that transforms your Apple Watch into an original Infobar, a groundbreaking phone from 2003. Sam Byford
Zwei ungewöhnliche Apple-Watch-Cases in einer Woche: Beide sind nicht praktikabel, aber Hingucker!

„Kino“ schminkt eure iPhone-Videos

Apps wie Kino, die bekommst du so detailverliebt nicht auf Android.
Auch Blackmagic Camera beherrscht LUTs. Aber auch hier übertrumpft die Funktionalität eine intuitive Bedienung – von der Verpackung einmal ganz zu schweigen. Das Team hinter Halide, Spectre und Orion hat sich erneut übertroffen. Den Import eigener Farbpaletten habe ich natürlich direkt ausprobiert – etwa mit THE ONE LUT aus Episode #390. Live aufs Videobild mit seinen finalen Farben zu blicken, ist einer der größten Vorteile. Nicht nur um zu wissen, welche Optik zur Aufnahmesituation passt, sondern weil die Nachbearbeitung oft ausbleibt. Ich denke, wir kennen das alle nur viel zu gut. Über drei (kleine) Verbesserungsmöglichkeiten bin ich gestolpert.
  • Es fehlt der minimale Rumble-Effekt fürs Gitternetz, wenn man sein iPhone perfekt horizontal respektive vertikal ausrichtet.
  • Welcher Codec wie viel Platz belegt, lässt sich lediglich anhand der insgesamt verbleibenden Aufnahmeminuten schätzen. Hier würde es helfen, wenn man ungefähr weiß, wie viel Megabyte eine Aufnahmeminute mit den ausgewählten Einstellungen belegt.
  • Kino speichert Videos ohne Ortsinformationen – mein aktuelles Lieblings-Ärgernis. Sebastiaan de With bestätigte mir jedoch bereits, dass das noch kommt.
Kino demonstriert, wie viel weniger Kompromisse man mit einer dedizierten App für Videoaufnahmen eingeht. Sich das Interface mit Fotos zu teilen, ist (inzwischen) arg einschränkend. Deshalb bleibt auch abzuwarten, wie gut sich Apples Final Cut Camera schlägt, wenn es „later this spring“ als eigenständige App aufschlägt.

#407 – 25 Apple-Pencil-Apps

We believe a finger will always be the primary way users navigate on an iPad…“ sagte Apple im Jahr 2016. Inzwischen zählt das Pencil-Line-up vier unterschiedliche Stifte – mit jeweils individuellen Funktionen.

Diese 25 Apps eignen sich für Apples bestes iPad-Zubehör besonders gut.

Hier das Intro zur Episode:
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Die Lehren aus Boot Camp

Die Abbildung zeigt eine Person in einer roten Jacke und einem Rucksack, die vor einem Bücherregal steht und einen Tablet-Computer in der Hand hält. Die Person scheint das Tablet zu verwenden, vermutlich für Forschungs- oder Studienzwecke, in einer Innenumgebung, die an eine Bibliothek oder einen Klassenraum erinnert.
The challenge of getting people to change their ways is the reason that adoption of new tech is always much slower than it would be if we were all coldly rational utilitarians bent solely on maximizing our productivity or pleasure. Our tendency to be creatures of habit is why electric-vehicle adoption has slowed, and in a broader sense why we’re still so hooked on cars in general. It’s why the Mac is still here—despite my declaration that Apple should kill it off. Christopher Mims | WSJ
Unterschätzt ist die Macht der Gewohnheit. In meinen alten Redaktionstagen waren viele Workflows auf den Mac ausgelegt. Solange du deine Texte in QuarkXPress auf einem Power Mac G4 korrigieren konntest, bevor sie zur Druckerei geschickt wurden, war es egal, in welcher Software (und auf welchem Betriebssystem) du sie getippt hast. Während meiner anschließenden PR-Arbeit und dem Studium änderten sich dann die Arbeitsabläufe. SPSS für eine statistische Datenanalyse lag etwa ausschließlich in einer Windows-Version vor. Mein damaliges PowerBook G4 folgte dem Narrativ: „powerful hardware, hamstrung software“. Wo habe ich das nur schon einmal gelesen? Erst Boot Camp (mit Apples Umstieg auf Intel-Prozessoren) lieferte eine Art Sicherheit, diese Windows-spezifischen Anwendungen und eingespielten Tätigkeiten gegebenenfalls abzubilden. Nur sehr langsam sprach sich in diesen Kreisen herum, dass man auch auf Mac OS X ernsthaft arbeiten konnte. „Getting real work done!“ Beide Betriebssysteme kinderleicht auf einem einzigen Computer zu starten, katapultierte iBooks und PowerBooks aber nicht an die Spitze der Laptop-Charts. Es führte nicht zu einbrechenden Verkäufen für Windows-Notebooks. Boot Camp etablierte aber die Macs. Es gab ihnen Legitimität. Dieses Bild zeigt eine Hand, die mit einem Tablet-Computer oder einem Touchscreen-Gerät interagiert. Der Hintergrund scheint eine Bibliothek oder ein Bücherregal zu sein, was auf eine akademische oder intellektuelle Umgebung hindeutet. Was wäre also, wenn „macOS as an App“ heute auf iPadOS möglich wäre? Die Voraussetzung: das Magic Keyboard. Aus meiner täglichen Nutzung, in der ich vom iPad auf den Mac zugreife, weiß ich, dass ein Trackpad und eine Tastatur für macOS zwingend notwendig sind. Würden dadurch die Mac-Verkäufe schrumpfen? Vielleicht. Vielleicht verschiebt sich aber auch nur der Geräte-Mix. Und weil ein iPad Pro + Magic Keyboard ohnehin schon einen MacBook(Pro-)Preis aufrufen, wäre es für Apple kein finanzieller Einschnitt. Und unabhängig davon: Es gäbe ihnen die Möglichkeit, beide Betriebssysteme, die sich auf Kollisionskurs befinden, gleichzeitig nach vorn zu pushen und einander anzugleichen – nicht nur technisch, sondern auch für gewohnten Interaktionen und eingespielte Workflows.

Tipp: Stummmodus automatisch aktivieren und deaktivieren

Threads spielt Videos mit Ton nur dann, wenn das iPhone nicht stumm geschaltet ist. Eine iOS-Automation deaktiviert beim Öffnen der Threads-App den Stummmodus (und schaltet ihn nach Beenden der App wieder ein). Dieses Bild zeigt eine Collage verschiedener Smartphone-Bildschirme und Benutzeroberflächen-Elemente. Der Fokus liegt auf dem Wort "Silent", das in einem orangefarbenen, stilisierten Schriftbild dargestellt ist, umgeben von Anwendungsbildschirmen und Steuerungselementen. Es ist eine von (inzwischen) diversen „persönlichen Automationen“, die iOS ohne Rückfrage ausführt. Der systemweite „Silent Mode“ bezieht sich explizit auf Klingel-, Hinweis- und Systemtöne, nicht auf die Audiowiedergabe von Videos. Instagram, eine (bekanntlich) weitere Plattform von Meta, verhält sich im Gegensatz zu Threads diesbezüglich korrekt.

„Rond“ führt Tagebuch über eure besuchten Orte und Aktivitäten

Rond vollerfasst eure Aufenthaltsorte. Es ist ein automatisches, modernes sowie privatsphärenfreundliches „Tracking-Tagebuch“, das eure (sportlichen) Aktivitäten mit den aufgezeichneten Orts- und Bewegungsdaten verknüpft. Am Ende eines Tages, einer Woche oder einem Monats schaut ihr dann auf Statistiken, die zeigen wie viel Zeit ihr im Auto, beim Einkaufen oder im Fitnessstudio verbracht habt. iPhone 15 Pro Max mit geöffneter Rond-App zeigt Karte von Helsinki. Als meine Eltern im letzten Monat in Helsinki waren, kann ich retrospektiv ein „Travelogue“ über diese Tage anlegen. Dabei stellt Rond alle von uns besuchten Örtlichkeiten zusammen, zeigt, wo wir uns hauptsächlich aufgehalten haben, und zieht sich Fotos dieser Tage aus meiner Bibliothek. Eigene Schlagworte und Notizen sind natürlich immer möglich. Der Reiz liegt jedoch in der weitgehend automatischen Zuordnung. Wiederkehrende Aktivitäten – von Restaurantbesuchen bis zum Kaffeetrinken bei den Großeltern – müsst ihr nicht jedes Mal neu zuordnen. Rond erkennt gleiche Orte und schlägt eine gesammelte Zuordnung vor. Ein „Tagebuch aller Aktivitäten“ ist natürlich keine neue Idee: Moves schnappte sich damals Facebook; Arc, Quantified Map und Pado zeichnen seit Jahr und Tag mit. Neu ist: Auf unseren modernen Geräten ist eine zusätzliche Akkubelastung quasi zu vernachlässigen. Außerdem schaut (hoffentlich jeder!) bei einer solchen Vollerfassung in die Datenschutzerklärung. Ideal wäre es, wenn die Aufzeichnung dieser Daten überhaupt nur mit einer klaren Absicht erfolgt. „Interesse“ ist dafür jedoch ein absolut legitimer Grund! Für Rond müsst ihr keinen Account anlegen; der iCloud-Sync ist optional und das Design sehr ansprechend.

#406 – Retro-Gaming aus dem App Store

Zugegeben: Die Recherche dieses Themas führte zu vielen Unterbrechungen, bei denen einige Spiele vielleicht länger als notwendig ausprobiert wurden. Ich bereue aber keine dieser so investierten Minuten!

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Bebop“ – keine Angst mehr einen Gedanken zu verlieren

Alles, was ich hier ins Blog schreibe, startete in Ulysses. Schnell lässt sich dort jedoch nichts festhalten. Die App benötigt einige Sekunden, um zu starten; bis ein neues Blatt angelegt ist, klammere ich mich ängstlich an meinen einen Gedanken, den ich festhalten will.

Seit vielen Jahren suche ich nach einem besseren Arbeitsablauf, ohne dass ich Notizen aus Drafts, Tot und Co. später zusammenkopieren muss.

Das Bild zeigt ein modernes Smartphone mit einem großen Bildschirm und einer virtuellen Tastatur, das auf einem weißen Tisch in einer hellen Umgebung liegt. Auf dem Bildschirm ist ein Textfeld in deutscher Sprache zu sehen, das anscheinend eine Nachricht oder einen Artikel darstellt.

Bebop schlich komplett unerwartet, mit einer Lösung für mein persönliches Problem, um die Ecke. Der Kniff: Der Bebop-Ordner auf iCloud lässt sich als externer Folder in Ulysses einbinden.

Bebop is an iOS app for capturing notes as text files, saved and synced to the iCloud/Dropbox directory of your choice.

I built it as a companion to desktop apps like NVAlt and Obsidian (and as a way of learning iOS development).

Jack Cheng

Abseits der eigenen Bedürfnisse: Die „capture first, capture fast“-Idee ist absolut minimalistisch umgesetzt. Ihr tippt Buchstaben, die dann als reine Textdatei auf iCloud oder Dropbox herausfallen.

Die App gibt euch lediglich Zugriff auf die letzten Dateien; falls ihr etwas nachzutragen habt. Aus jeder anderen Weiterverarbeitung sowie allen Formen von Dokumentenmanagement hält sich Bebop raus.