iCloud-Fotos: „Speicher optimieren“ benötigt ein lokales Speicherplatzlimit

Seit 2017 zahle ich monatlich 10 Euro für Apples 2-Terabyte-Online-Festplatte – die wir uns in der Familie teilen.

Ich belege 50 Prozent; die Fotobibliothek meiner Frau ist circa 600 GB groß und der Platzbedarf der Kids ist (noch) zu vernachlässigen. Sprich: Es ist knapp.

Seit September 2023 kann man bei Apple zwar mehr Online-Speicherplatz mieten, allerdings nur in zwei zusätzlichen Stufen und ohne Mengenrabatt. Sowohl 6 TB (30 Euro) als auch 12 TB (60 Euro) sind mir deutlich zu viel: zu viel Platz, aber auch zu viel Geld.

Deshalb ist das hier (m)eine halbjährliche Erinnerung, in den Systemeinstellungen nach Backups von ausrangierten iPhones und iPads zu schauen, aber auch nach Apps, die behaupten, ihre Daten online ablegen zu müssen.

Zwei Smartphone-Bildschirme zeigen die iCloud-Backup-Einstellungen. Der linke Bildschirm zeigt das Hauptmenü „Backup“ mit Schaltern für automatische Backups und mobile Daten sowie eine Liste von Geräte-Backups.

Zuletzt stirbt die Hoffnung auf ein lokales Speicherlimit der eigenen Fotos und Videos, das man selbst festlegt. Wer „Speicher optimieren“ für seine iCloud-Mediathek aktiviert, sollte diese Selbstbestimmungsmöglichkeit direkt bekommen – anstelle einer Blackbox.

Alle meine Bilder liegen in der iCloud, trotzdem reserviert mein 256-GB-iPad dafür 72 GB an lokalem Platz. Auf meinem 1-TB-iPhone hält die identische Bibliothek dagegen nur 16 GB auf der internen SSD vor, und auf dem Mac tue ich mir eine Systemfotomediathek erst gar nicht an.

„It just works?“ Ich bin mir sicher, es gibt dafür technische Gründe, nur sind das in keinem Fall gute Gründe. Es ist ein verbreitetes Problem.

Ich zahle für iCloud-Speicherplatz nicht nur für eine Offsite-Kopie, sondern auch für den Komfort, diese Daten lediglich nach Bedarf anzufordern und nicht entsprechende SSD-Kapazitäten vorhalten zu müssen.

Wenn „Speicher optimieren“ aktiviert ist, werden Fotos und Videos in voller Auflösung in iCloud und bei Bedarf Kopien davon in einer platzsparenden Version auf deinem Gerät aufbewahrt. Und solange du über ausreichend freien iCloud-Speicher verfügst, kannst du beliebig viele Fotos und Videos sichern.

Die fehlende Option eines lokalen Speicherplatzlimits bricht das explizite Versprechen von „Speicher optimieren“.

Das Datum steht, während die Jahreszahl wechselt: „On This Day“ für Fotoerinnerungen

Am elften Geburtstag meiner Tochter kam die Frage nach ihren zehn ersten Jahrestagen auf: „On This Day“ hat sie alle direkt im Blick.

Ein Smartphone zeigt eine Fotogalerie-App mit der Überschrift „On This Day“. Ein halbtransparentes Kalenderfenster ist geöffnet, das den „Mai 2026“ anzeigt, wobei der 4. Tag blau markiert ist. Im Hintergrund sind unscharfe Bildvorschauen zu sehen.

Ein Shortcut übergibt obendrein eine Jahreszahl als Suchparameter in die Fotos-App; von dort habe ich die Fotoserie der ganzen Familie auf dem Apple TV vorgesetzt.

Für die eigene Erinnerung setzt man sich ein täglich wechselndes Widget oder vermerkt sich „onthisday://“ in seiner täglichen Aufgabenliste. Über dieses URL-Scheme springt man nämlich mit nur einem Fingerzeig in die App und scrollt durch die Rückblicke des aktuellen Datums von Fotos aus seiner Bibliothek. Alternativ lässt man sich per Push erinnern.

Die Idee, Fotos nach Tagen mit jeweils verschiedenen Jahreszahlen durchzuarbeiten, verfolge ich seit Herbst. Täglich schubse ich eine Vielzahl unerwünschter Bilder aus meiner Kollektion, die sich dann perfekt aufgeräumt für Apps wie „On This Day“ zur Schau stellt.

Ein Dreibein mit geringem Fußabdruck: das (Reise-)Stativ von LULULOOK

Zwei klappbare Smartphone-Ständer stehen auf einer metallischen Gitteroberfläche vor einer dunklen Wand aus vertikalen Holzlatten. Ein verstellbarer orangefarbener Ständer hält ein schwarzes Smartphone vertikal im Profil, während im Hintergrund ein dunkelgrauer Ständer ein weiteres Smartphone im Querformat hält.

LULULOOKs magnetischer Dreifuß (Affiliate-Link) hält selbst ein Pro Max mühelos in gehobener Position – (FaceTime-)vertikal oder (Netflix-)horizontal.

Das Stativ besitzt keine vordefinierten Winkel, sondern lässt sich millimetergenau an zwei Gelenken in jede erwünschte Position drücken. Diese Scharniere sind steif genug, um von alleine keine dieser Stellungen zu verlassen.

Was die Bilder nicht preisgeben: Der MagSafe-Haken, den man zum Transport auch in kleinen Schlaufen oder Ösen einhängt, verdreht sich nicht nach hinten. Der Hook ist im Gegensatz zum mittleren Handteil auch nicht lang genug, um eine 360-Grad-Drehung komplett zu absolvieren.

Das bedeutet: Ein aufgehängtes iPhone filmt nicht auf die Tischplatte, auf der es steht. Ob das mit diesem arg geringen Abstand überhaupt sinnvoll ist, sei dahingestellt (aber erwähnt).

Ein oranges Smartphone steht in einem schwarzen, klappbaren Halter im Vordergrund, während ein weiteres Smartphone auf einem orangefarbenen Stativ im Hintergrund platziert ist und auf seinem Bildschirm die Uhrzeit „14.24“ anzeigt. Die Geräte befinden sich auf einer metallischen, perforierten Oberfläche.

Die drei Standbeine sind mit soliden Gummifüßchen überzogen, die das blanke Aluminium von der Aufstellfläche trennen und das Stativ minimal weniger rutschen lassen.

Die zwei ausklappbaren Füße erinnern an ein Schweizer Taschenmesser, benötigen aber keine langen Fingernägel.

Die beworbene Selfie-Stick-Funktion ist keine übertriebene Werbung: Die Magnete sind kräftig genug und die zusätzliche Reichweite ist signifikant.

Dieser LULULOOK ist kein Stand, den ich mir täglich auf den Schreibtisch stelle – schon deshalb, weil gleichzeitiges Aufladen nicht elegant genug funktioniert. Er mutet im besten Sinne des Wortes brachial an: Im Fall der Fälle würde ich zur Selbstverteidigung danach greifen.

Er eignet sich perfekt für einen temporären Aufbau, der selbst größere Smartphones wackelfrei auf eine erstaunliche Höhe hievt – für Gruppenfotos oder Videokonferenzen.

Gleichbedeutend wichtig: Mit seinem überschaubaren Gewicht (150 g) und der flachen Konstruktion verschwindet er unauffällig in den meisten Rucksacktaschen.

Für 6 Euro: das Experiment der Control Ultimate Edition

Eine Nahaufnahme einer Hand, die ein mit einem Spiele-Controller ausgestattetes Smartphone hält, das eine Videospielszene in einem düsteren, rot beleuchteten Raum mit einer schwebenden Figur zeigt.

Allem voran ist Control die Art von Unterhaltung, die eure Zeit und Aufmerksamkeit wert ist – auch wenn der Schulterperspektiven-Shooter ursprünglich schon in den Zeiten von PS4 und Xbox One erschien.

Alter ist bekanntlich nur eine Zahl …

Anders als große Games-Publisher im App Store probiert Remedy Entertainment für seinen mobilen (Überraschungs-)Release eine andere Preisstufe: Control kostet einmalig 6 Euro.

Für eine vollständige Konsolenversion auf dem iPhone ist das ein echtes Experiment – selbst wenn das vom Brutalismus inspirierte Design in Control bereits ein paar Jahre alt ist.

Resident Evil, Hitman, Death Stranding oder Assassin’s Creed rufen im App Store bekanntlich traditionelle PC- und Konsolenpreise auf und bleiben dann trotz prominenter Werbung in Apples Keynotes (weit) hinter den Erwartungen.

Die Verantwortung für den anhaltenden Status quo teilen sich der Plattformbetreiber und das Entwicklerstudio, wobei ich Apples App-Store-Politik und ihr generelles Desinteresse an Videospielen im Fokus sehe.

Macht die Games preiswerter, dann verkaufen sie sich auch!“ scheint genau aus diesem Grund eine zu einfache Argumentation. Die Kategorie der Premiumspiele im App Store besetzt eine Nische – nicht nur in Anbetracht des potenziellen Millionenpublikums. Mobile Triple-A-Games funktionieren (anscheinend) anders: Ihnen haftet eine gewisse Unverbindlichkeit und ein abweichendes Zeitinvestment an, das sich bislang durch Nichtverkäufe äußert.

Ob’s diesmal für 6 Euro klappt, inklusive Family Sharing sowie der inbegriffenen iPadOS- und macOS-Version, muss sich noch zeigen. Für mich war der Kauf und der anschließende 45-GB-Download ein No-Brainer; ich fürchte aber, die Probleme von App-Store-Premiumspielen sind struktureller.

Tipp: Manic EMU + RomM

Ein Smartphone-Bildschirm vor gelbem Hintergrund zeigt die App „MANIC EMU“ mit den Spiele-Kategorien „GB“ (1 Games), „NES“ (1 Games) mit dem Cover-Bild für „ICE CLIMBER“ und „SNES“ (1 Games) mit dem Cover-Bild für „CHRONO TRIGGER“. Das untere Navigationsmenü zeigt die Beschriftung „Games“, ein Ordner-Symbol und ein Zahnrad-Symbol. In der linken unteren Ecke ist ein Video-Ausschnitt einer Person mit Brille und Kappe zu sehen, die mit gefalteten Händen vor einem Mikrofon sitzt.

YouTube

Im Video wurden Manic EMU und RomM genannt.

„Bring your own RSS reader“: Sourcefeed.app

Ich verschwitzte den Release von Current – einer fantastischen RSS-Reader-App. Mit Sourcefeed, dem zweiten Terry-Godier-Projekt aus den vergangenen zwei Monaten, passiert mir das nicht.

Eine Hand hält ein Smartphone, das die Benutzeroberfläche der App „sourcefeed.app“ in einem dunklen Design anzeigt.

Some writing wants to be a website. Some wants to be a newsletter. Some wants to be a feed.

Sourcefeed is for the third kind. RSS-only. No website, no inbox, no algorithm. Subscribers read it where they choose, in whatever reader they already trust. […]

While testing this, a few friends and I made personal feeds. One of us logged movies. Another logged albums. We subscribed to each other in our readers and posted whenever we felt like it. It was different from a group chat. Slower. The slowest social media ever made, and the calmest.

Terry Godier

Ein Feed ist gratis – öffentlich oder privat. Bis zu zehn Feeds gibt’s für nur 9 Euro im Jahr.

#503 – Scratchpad-Apps

Die besten Themen ergeben sich bekanntlich immer aus eigenem Bedarf …

Viel zu häufig spuckt mir die AI einen Text vor die Nase, den ich wiederfinden oder verarbeiten möchte. Für diese temporären Texte suche ich temporäre Texteditoren – „Schmierzettel“-Apps.

In dieser Woche habe ich mir endlich die Mühe gemacht, die Kandidaten für meine unterschiedlichen Anwendungsfälle abzuklopfen.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Jahresabo mit monatlicher Abbuchung“ oder Software auf Pump

Zwei iPhone-Bildschirme zeigen Abonnement-Details im App Store. Der linke Bildschirm zeigt den Bereich „About This Subscription“ mit dem Text: „Commitment: You’ll make monthly payments until your commitment ends.

Today, we’re introducing a new way that people can pay for your auto-renewable subscriptions on the App Store: monthly subscriptions with a 12-month commitment. This new payment option allows you to offer subscribers more affordable options. People can cancel their subscription at any time, which will prevent the subscription from renewing after they’ve completed their agreed-to payments to fulfill their commitment.

developer.apple.com

Eine verpflichtende Jahresbindung, die man in Monatsbeiträgen abstottert, ist eins dieser Zahlungsinstrumente, die ein Geschmäckle hinterlassen. Eine potenzielle Kostenersparnis steht hier in keinem Verhältnis zur Intransparenz, die das „Jahresabo-als-kein-Jahresabo“ schafft.

Man bindet sich an einen festen Jahresbeitrag, ohne dabei Veränderungen von Lebens- oder Jobsituationen einzubeziehen sowie die fortlaufende Nützlichkeit der abonnierten Software vollumfänglich abzuschätzen.

Verschwitzte oder blockierte Ratenzahlungen führen zwangsläufig zu Zahlungsaufforderungen, die mindestens psychologisch stressen und das Vertrauen in Software und „Software as a Service“ weiter untergraben.

Von unbeabsichtigten App-Store-Abos hören wir nicht selten. Es bleibt eine anhaltende Diskussion, wie weit sich Apple in die Preisgestaltung der App-Store-Entwickler:innen auf einem freien Markt einmischen darf oder soll.

Diese Finanzierungsoption ist jedoch ein solcher Eingriff, den ich gerade deshalb für problematisch erachte, weil’s in den meisten Fällen gar nicht um dreistellige Eurobeträge geht.

Ob man sich einen (gesamten) Jahresbetrag leisten kann oder will, lässt sich abschätzen. Wenn man unsicher ist, bleibt das Monatsabo eine legitime Option. „Buy now, pay later“ verschiebt lediglich die Entscheidung für Investitionen in diesem (kleinen) Preisrahmen, ohne echten Vorteil für Kund:innen.