Screenshots aus (YouTube-)Videos

Close-up view of an orange-colored smartphone's bottom edge, with a small screwdriver inserting a screw into the phone's charging port area.

via @DirectorFeng (Pro / Air)

„New kink unlocked“…ich wusste nicht, wie objektiv hübsch ASMR-Videos von iPhone-Reparaturen sein können.

Da ich ins Blog keine YouTube-Videos mehr direkt einbinde, benötige ich zur Illustration regelmäßig Standbilder.

Diese extrahiert SnapMotion. YouTube verbietet jedoch den Download ihrer Clips und unterbindet damit auch die Möglichkeit, lediglich ein einzelnes Bild zu exportieren.

Am Mac lade ich deshalb das Video über Downie und am Telefon über den SW-DLT-Kurzbefehl. Alternativ speichere ich auf iPhone und iPad die heimatlosen Downloads in Outplayer. Die Videoplayer-App bringt eine eingebaute „Save Screenshot“-Funktion mit.

Für ein simples Bildschirmfoto ist dieser Prozess natürlich arg übertrieben – ein Bildschirmfoto fürs Bildschirmfoto würde ausreichen. Die exakte Auswahl des Frames sowie die bestmögliche Qualität sind mir den Aufwand aber wert.

Eine große Hilfe wäre es allerdings schon, wenn YouTube seine umfangreiche (!) Tastatursteuerung nicht nur auf (Desktop-)Browser beschränkt, sondern auch in der mobilen App anbieten würde.

„Sora 2 is here“

So today, we’re launching a new social iOS app just called “Sora,” powered by Sora 2. Inside the app, you can create, remix each other’s generations, discover new videos in a customizable Sora feed, and bring yourself or your friends in via cameos. With cameos, you can drop yourself straight into any Sora scene with remarkable fidelity after a short one-time video-and-audio recording in the app to verify your identity and capture your likeness.

openai.com

Ich scrolle seit letzter Woche durch den TikTok-artigen Feed und stoppe jedes Mal nach ein oder zwei Minuten. Diese Kreationen sind a) oft schwer zu ertragen und besitzen für mich b) keinerlei Reiz.

Obwohl die technische Qualität der Clips beängstigend gut ist (derzeit nur US- und iOS-only), empfinde ich die Inhalte als komplett uninteressant.

Man wearing sunglasses holds up a smartphone displaying a denim pocket with a white iPhone inside, with the text "Fits here" on the screen, demonstrating the phone's size.

via Casey Neistat

OpenAI nennt sein KI-Modell für bewegte Bilder mit Audio den „GPT‑3.5 moment for video“. Technisch mag das stimmen. Das damalige Erzeugen von (ganz viel) Text stieß jedoch auf breites Interesse, während die neuen Videoclips vor allem interessant für diejenigen sind, die sie erstellen.

Seit Juni erzeugt auch Midjourney kurze Clips – eine Art „Best-of“ läuft in Dauerschleife auf Midjourney.tv.

Die Welt hat das bislang nicht verändert. Vielleicht auch deshalb, weil hier eine Technik noch nach ihrem Nutzen sucht – und man eben nicht „beim Kundenerlebnis gestartet ist und dann zur Technologie zurückgearbeitet hat“.

„ClickClack“ – ein Herz für die Tastatur

An iPad displays a text-based German lesson on its screen, with a keyboard visible at the bottom, a stylus below the screen, and a mechanical keyboard and cabling in the foreground.

ClickClack lehrt euch Tippen auf (Bildschirm-)Tastaturen mit allem Schnickschnack – von Soundeffekten über Schriftarten bis zu Statistiken und einer Fehleranalyse. Ihr trainiert einzelne Finger, duelliert euch über SharePlay oder testet eure Anschläge nach Zeit, in anderen Sprachen oder Keyboard-Layouts. Hier steckt wirklich alles drin.

Ich bin definitiv befangen, aber tastaturtauglich sollte inzwischen jeder sein. Es ist eine Fähigkeit, die alle lernen können. Sie ist so (überlebens-)wichtig wie Fahrradfahren oder Schwimmen.

Zurück auf den AirPods: die Pro 3

Der folgende Artikel ist über 7.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei zusätzlich in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.

Sechs Jahre begleiteten mich AirPods Pro; Version 2 saß ich sowohl in ihrer Lightning- als auch in ihrer USB-C-Version aus. Zwischenzeitlich änderte sich mein Geschmack für kleine Ohrstöpsel. Jetzt habe ich mich jedoch wieder eingeklinkt und genieße Apples neue Kopfhörer – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen Cupertino-Computern.

Black and white profile portrait of a man with a beard and glasses wearing a white wireless earbud.

Mir war nicht klar, wie sehr ich das systemübergreifende Zusammenwirken vermisst hatte – der unsichtbare High five zum Mac, iPhone, iPad, zur Watch oder zum Apple TV. Es bleibt immer noch magisch, dass die Podcastwiedergabe am Telefon stoppt, weil ich ein YouTube-Video auf dem Mac angeklickt habe und nun dies in meinen Ohren spielt.

Wenn das unbeabsichtigt passiert, springt man mit nur einem Klick zurück. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen dieses mühelose Umschalten holperte und stolperte. Und ja: Früher holperte und stolperte das!

Ich kann nachvollziehen, wenn man den automatischen Wechsel aus eigener Präferenz deaktiviert, aber technisch funktioniert er bei mir inzwischen reibungslos und transparent.

Er ist eine Demonstration, wie crazy sich die Software der kleinen Kopfhörer weiterentwickelt. Angefangen bei der präzisen „Find my“-Ortung, über die Steuerung der Kamera – „Influencer-Style“ – bis zum Vorlesen von Benachrichtigungen und „Audio Sharing“.

Apple behandelt AirPods wie seine anderen Computer und Betriebssysteme: Die Chips bekommen nicht nur Fehlerbehebungen; sie erhalten regelmäßig signifikante Updates und neue Funktionen.

Gehörschutz. Schlaferkennung. Ladeerinnerungen. Hörtest. Die Siri-Gesten durch Kopfnicken oder Kopfschütteln.

Die meisten neuen Features erhielten Apples Kopfhörer nicht durch neue Hardware, sondern durch nachträgliche Software-Updates.

Und vielleicht einigt sich Apple ja sogar noch mit der EU und beschert uns auch hierzulande die Live-Übersetzungen?!

White Apple AirPods Pro earbuds in open charging case, held in a person's hands, with blurred natural background.

Meine Standardeinstellung ist „Adaptives Audio“ – der dynamische Wechsel zwischen dem Transparenzmode und der Geräuschunterdrückung.

Dieser Modus startete vor zwei Jahren viel zu aggressiv; mittlerweile registriert der Kopfhörer jedoch präzise Störgeräusche und filtert subtil.

Und meine Güte: Wie gut ist inzwischen bitte die Konversationserkennung, die die Lautstärke während Gesprächen reduziert?

Close-up, black and white shot of a person from behind, wearing glasses and an earbud in their left ear. The focus is on the ear and the white earbud, with a blurred background showing what appears to be a computer screen.

Verzeiht mir, wenn ich über bereits ältere Features schwärme. Es ist die Perspektive, die man einnimmt, wenn man mal eine Hardware-Generation aussetzt1.

Über die Soundqualität lässt sich lange fachsimpeln. Ich bin immer beeindruckt, wenn jemand nicht nur Nuancen hört, sondern sie auch verständlich beschreiben kann – „frowning face vs smiling face“.

Derart eloquent kann ich Klangerlebnisse nicht beschreiben. Damit zusammenhängend höre ich über AirPods nur sporadisch Musik. Vielmehr flüstern die Stecker mir Podcasts ins Ohr oder lesen Artikel vor – mehrere Stunden täglich.

Gerade dabei hilft eine kompromisslose Geräuschunterdrückung. Verpasst man 20 Sekunden Musik, weil man an einer Baustelle vorbeiläuft, ist das komplett egal. Versteht man jedoch zwei Absätze von einem vorgelesenen Text nicht, verliert man mitunter den Faden.

Achtet mal ganz bewusst darauf, wie vielen Störgeräuschen wir uns täglich aussetzen (müssen). Es gab bereits Tage, an denen ich „Zurück auf den AirPods“ einfach nur die Stille durch ihre aktive Geräuschunterdrückung aktiviert habe. Das war unerwartet!

White wireless earbuds with charging case and phone on a patterned white surface.

Ganz und gar nicht überrascht bin ich dagegen über die unzähligen Gründe, überhaupt Kopfhörer zu tragen. Irgendwas spielt ja immer! Kopfhörer bieten dafür mehr Privatsphäre.

Der AirPods-Akku hält ewig, solange „ewig“ für dich 8 Stunden bedeuten. Und solltet ihr euch doch einmal verkalkulieren, steckt ihr sie 5 Minuten ins Case und gebt ihnen damit Strom für eine weitere Stunde.

Mein einziger Kritikpunkt am Case: Seine grüne Status-LED ist arg hell. Auf der Plus-Seite: Die ovale Box bleibt ein absolutes Fidget-Spielzeug, das meine Finger rund um die Uhr beschäftigt.

A top-down shot features an open white earbud charging case with an earbud inside, a single white earbud beside the open case, and a smartphone with an orange border displaying health data, all placed on a black textured surface. The phone's screen shows activity rings, step distance, and other exercise metrics. The word "SUPER" is visible in the bottom part of the frame, with the "D" and "E" also visible.

Die Mikrofonqualität ist doch überraschend schwierig zu ermitteln, weil Apple mit iOS 26 allen AirPods mit H2-Chip (AirPods 4, Pro 2 sowie Pro 3) ein „HQ Bluetooth Recording“ spendierte.

Apple bewirbt diese Aufnahmen als „studio-quality audio recordings“. Doch was ist dabei ihre Konkurrenz? Meistens ist es nicht das dedizierte Studio-Mikrofon, sondern häufiger „kein Mikrofon“.

Diese Gegenüberstellung hat mich schmunzeln lassen. Und trotzdem: Meinen Artikel über AirPods wollte ich euch doch nicht komplett mit AirPods vorlesen.

Neben den nach außen gerichteten Mikros sind die nach innen zeigenden Schallaufnehmer entscheidend für eine funktionierende Geräuschunterdrückung. Wie gut das klappt, hängt natürlich auch vom Sitz der kleinen Stecker ab.

Ich war immer schon jemand, der Schaumstoff unter den Ohrstöpseln trug. Apple hat es jetzt direkt in den Kunstoff eingegossen – auch wenn es nur eine sehr dünne Schicht unter der Silikonumhüllung ist.

Mit dieser Unterfütterung dreht man AirPods minimal mehr ins Ohr, anstelle sie wie vorher nur einzuhängen. Ihr drückt oder quetscht nicht, so wie bei „Comply Foam“-Aufsätzen, aber die Aufsetze sitzen tief(er) im Ohrkanal.

Und auch hier noch einmal der Tipp: Der linke und der rechte Ohr­ein­satz müssen nicht die gleiche Größe haben. Unsere aller Löffel sind bekanntlich unterschiedlich.

Die Pro 3 stehen minimal weiter heraus, sitzen bei mir aber sicherer. Ich habe allerdings ein paar Tage gebraucht, bis ich mich an sie gewöhnt hatte.

Die Erfassung der Herzfrequenz ist nur bei Workouts aktiv und funktioniert im Zusammenspiel mit einer Apple Watch. Dabei wird der beste Wert aus beiden Aufzeichnungen ermittelt. Das kann bei bestimmten Sportarten vorteilhaft sein; Träger:innen von Apples Uhr ziehen generell aber keinen großen Nutzen aus der Herzfrequenzaufzeichnung im Ohr.

Wohingegen die abermals verbesserte IP57-Klassifizierung gegen Staub, Schweiß und Wasser ein Vorteil für alle ist.

Ohne es tatsächlich errechnet zu haben: AirPods liefern bei mir den besten „bang for the buck“. Es ist mein günstigster Apple Computer mit der meisten Nutzung.

AirPods sind Tausendsassa, nein Alleskönner. Sie sind Fitness-Tracker, Hör- und Einschlafhilfen, bieten Kino- und Konzerterlebnisse und avancieren (hoffentlich bald) zu Übersetzern. Sie werden vom (Sport-)Studiobesucher bis zum Spaziergänger genutzt; sie dienen gleichermaßen dem Buchhalter wie dem Bildhauer.

AirPods setzen sich von anderen In-Ear-Kopfhörern mit ihrer Vielzahl an Funktionen ab. Sie sind ein Kopfhörer für alles und jeden.

Das beste Feature der Pro 3? Sie können die einzigen Kopfhörer sein, die ihr braucht.


  1. Zugegeben: AirPods Pro 2 habe ich nicht komplett verpasst. Ein Leser hatte mir seine Kopfhörer geschenkt, weil dort ein Mikrofon versagte.

    So konnte ich alle neuen Funktionen ausprobieren, mir aber nie sicher sein, wie gut die Audioverarbeitung durch das defekte Mikro tatsächlich funktioniert. 

„Introducing Kagi News“

Von der Beta in die News – Kagi News.

A mobile phone displaying the "Kagi News" app with three tabs: "business," "technology," and "science." The main screen shows news on the left side about primatology with an image of a chimpanzee with a person's face near to the chimpanzee's head. On the center side of the screen displays a "Day-one-Veröffentlichungen" section along with a Microsoft Xbox Game Pass graphic below which displays the different tiers of the service: "Essential," "Premium," and "Ultimate." On the right side, there's a timeline of events and people.

Ich widerspreche weiterhin vehement ihrer Prämisse „Because news is broken.“ Trotzdem muss sich einiges ändern, wenn „one in five Americans say they regularly get news on TikTok“.

Ihre Grundprinzipien, so wie diese zwei, sind ein guter Start.

One daily update: We publish once per day around noon UTC, creating a natural endpoint to news consumption. This is a deliberate design choice that turns news from an endless habit into a contained ritual. […]

Privacy by design: Your reading habits belong to you. We don’t track, profile, or monetize your attention. You remain the customer and not the product.

blog.kagi.com

Die deutschen Übersetzungen sind teilweise holprig, bleiben aber verständlich. Die Quellenangaben sind vorbildlich und die Zusammenfassungen clever eingeflochten.

Außerdem startet Kagi News nicht nur als App, sondern auch direkt im Web.

#475 – Software-Freuden

Es ist vielleicht kein Zufall, dass ich mein „Software-Hoch“ genau mit den neuen iPhones zusammenfällt. Nichtsdestotrotz: So ein paar Apps klicken gerade und ich fühlte mich danach, das auszudrücken.

Hier das Intro zur Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Powerbeats Fit“ als Update der „Beats Fit Pro“

Beats Fit Pro waren für 250 EUR bislang in den Farben Salbeigrau, Hellviolett sowie Weiß und Schwarz erhältlich. Die neuen Powerbeats Fit lösen sie für 230 EUR in den Farben Diamantschwarz, Gravelgrau, Knallorange und Powerpink ab.

An orange Beats earbud with black "b" logo sits next to a black bag, partially open. The bag reveals a zipped pocket containing another orange item and lies atop a patterned tan surface. A black strap and a fluffy tan fabric are also in the frame.

Quelle: Apple.de

Das Design bleibt identisch; statt drei liegen jetzt vier Ohreinsätze bei. Ob die In-Ear-Bügel so sicher sitzen wie die Over-Ear-Bügel der Powerbeats Pro 2 (300 EUR), wie Apple das behauptet, bleibt zu beweisen.

Das neue Modell bietet den gleichen IPX4-klassifizierten Schutz vor Schweiß und Wasser. Diese Zertifizierung gilt nun auch für das Ladecase, das 17 Prozent kleiner ist und die gesamte Akkulaufzeit auf bis zu 30 Stunden erhöht. Für die Kopfhörer ist eine Wiedergabezeit von 7 Stunden angegeben.

Die neue Bezeichnung „Powerbeats Fit“ orientiert sich jetzt passender am Schwestermodell „Powerbeats Pro“. Signifikante neue Hardware-Funktionen wie eine Herzfrequenzmessung oder kabelloses Laden fehlen jedoch – anders als für die fantastischen AirPods Pro 3.

Auch der ältere H1-Chip verbleibt und sorgt fürs automatische Umschalten, die Audiofreigabe, die Freisprech-Sprachassistenz „Hey Siri“ sowie die „Wo ist?“-Ortung.

Die Bedienelemente zur Steuerung der Lautstärke und Musikwiedergabe finden sich weiterhin am Kopfhörer – inklusive der aktiven Geräuschunterdrückung, dem Transparenzmodus sowie 3D Audio mit dynamischem Headtracking.

Die Powerbeats Fit sind der zweite Formfaktor für dedizierte Fitness-Kopfhörer von Beats, die ebenfalls über Apple.de verkauft werden. Sie sind ab Donnerstag verfügbar.

Kontrollzentrum: Textgröße pro App anpassen

An iPhone displaying the text size control interface, with "AA Text Size 80%" and an adjustable slider, while on a wireless charging stand.

Seit iOS 15 lässt sich die Schriftgröße einer geöffneten App flott über einen langen Druck auf das „Textgröße“-Icon im Kontrollzentrum anpassen.