[iPad-App] Instacast HD

von alex olma | 23. November 2011 | 16:05 Uhr

Instacast HD (3.99 €; App Store-Link) ist der iPad-Bruder, den meine Lieblings-Podcast-App fürs iPhone bis heute nie hatte.

Größter Vorteil: der iCloud-Sync. Dieser sortiert nicht nur die abonnierte Podcast-Mediathek sondern vergleicht auch dessen Zählerstände. Besonders für Audio-Sitzungen, die gerne ihre 90-Minuten-Grenze sprengen, ist genau dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Der Sync geschieht, je nach Reaktionszeit von iCloud und Konfiguration der iOS-Apps, fast ohne Verzögerung.

IPhoneBlog de Instacast

Dabei gab’s einen zumindest interessanten Fehler, dessen Lösung mich die letzten drei Stunden beschäftigt hat. Kurzer Ausflug in die iOS-Grundlagen: Löscht man ein Programm vom iPhone oder iPad, löscht man auch dessen Einstellungen und Datensätze. (Backup-)Ausnahmen einmal ignoriert, bekommt man mit einem frischen App-Store-Download wieder ein jungfräuliches Programm. Was für visierte versierte Anwender öfters ein Ärgernis ist, vereinfacht den grundsätzlichen (Installations-)Umgang mit Software erheblich.

Durch iCloud kommt neuerdings eine zusätzliche Daten-Raststätte hinzu, die für (App-)Präferenzen und Konfigurationen verwendet werden kann – einzusehen unter -> Einstellungen -> iCloud -> Speicher & Backup -> Speicher verwalten. Auch Instacast führt unter ‘Dokumente & Daten’ seine kleine Online-Datei. Der Vorteil: Solltet ihr eine ‘saubere’ App-Store-Installation durchführen, müssen nicht noch einmal alle Podcast neu abonniert werden.

Lange Rede, kurzer Fehler: Instacast tauchte mit seinem Datensatz an dieser Stelle nicht auf und ließ sich auch nicht zu einem Sync überreden. Den Fehler konnte ich nur am Desktop beheben, indem ich unter OS X zu -> Library -> Mobile Documents navigierte und einen ‘feststeckenden’ Präferenz-Ordner löschte. In ausführlicher E-Mail-Rücksprache mit Instacast-Entwickler Martin Hering konnten wir die Verantwortlichkeit auf Apples iCloud-Service abwälzen.

Der Hinweis sei an dieser Stelle in seiner Ausführlichkeit erwähnt, weil vor ein paar Woche genau jener Ordner als “Dropbox light” für den ‘geheimen’ Datenaustausch durch die Presse geisterte. Ich hatte nie versucht, darüber Dokumente zwischen zwei Macs zu übertragen und würde aufgrund des oben geschilderten Problems auch stark davon abraten.

IPhoneBlog de Vemedio

Zwei oder drei lobende Worte noch zu Instacast HD: Insbesondere Video-Podcasts bieten sich als Abo auf dem iPad an, die über das AirPlay-Feature auch dem TV oder Rechner zugeworfen werden können. Die Spalten-Darstellung ist intuitiv aufbereitet und formatiert speziell Shownotes übersichtlich. Dort hinterlegte URLs lassen sich ohne App-Wechsel aufrufen.

Die Steuerelemente für die Audio-Wiedergabe sind mir persönlich unter dem Podcast-Cover zu versteckt. Die Episoden-Liste des Feeds ist dagegen ein Segen. Genauso die Sortierung und dessen Animation um unterschiedliche Podcasts in der Listendarstellung anzuordnen.

IPhoneBlog de Talk Show

Man könnte sich ohne Probleme noch über Stunden in Details verlieren. Für mich steht allerdings fest: Instacast HD ist als dedizierte Podcast-App kein Vergleich gegenüber dem mittlerweile untragbaren iTunes-Sync sowie Apples Musik- und Video-Software am iPad für diese Art von Dateien.

‘Pastebot’ drückt transkribierte Sprachdiktate vom iPhone zum Mac

von alex olma | 16. November 2011 | 07:20 Uhr

Nuance stellte Ende September mit Dragon Recorder (kostenlos; App Store-Link) eine kleine Diktat-App in den iOS-Store. Darüber aufgezeichnete Audio-Notizen, die natürlich auch mit jeder anderen iPhone-Software erstellt werden können, lassen sich zu dessen Niederschrift Dragon NaturallySpeaking (PC) oder MacSpeech Scribe (OS X) vorlegen. Das Problem: Beide Programme kosten jeweils über 100 Euro.

Wer auf die Technik aus gleichem Haus, nur ein wenig günstiger, zugreifen möchte, installiert Dragon Dictation (kostenlos; universal; App Store-Link) und mailt sich die eingesprochenen und anschließend in Schriftzeichen übersetzten Textblöcke zu. Das funktioniert zwar, ist aber viel zu umständlich.

Deshalb rufen wir Pastebot (2.99 €; App Store-Link), einen alten Bekannten mit pfeilschnellem Push der Zwischenablage, wieder auf den Plan.

DirektPastebot

Kurze Anmerkung zum Video: Die Spracheingabe und dessen anschließende Übersetzung funktioniert auch mit einer grammatikalisch korrekten und obendrein sinnvollen Satzsyntax.

‘Keychain2Go’ – Schlüsselbund-Sync für iOS und Mac

von alex olma | 17. Oktober 2011 | 08:00 Uhr

IPhoneBlog de Keychain2Go aIPhoneBlog de Keychain2Go b

Wer von MobileMe auf iCloud (in mehreren Anläufen?) umgestiegen ist, verliert den Schlüsselbund-Sync. Kein populäres Features, für einige Non-1Password-Nutzer trotzdem sehr ärgerlich.

Syncing of Mac Dashboard widgets, keychains, Dock items, and System Preferences are not part of iCloud, but will continue to be available for you to use until you move to iCloud. After you move to iCloud or after June 30, 2012, whichever comes first, these sync services will no longer be available.

Doch Hilfe naht: Keychain2Go übernimmt den Netzwerk-Abgleich zwischen mehreren Macs (via Bonjour) und schiebt die Kennwort-Datenbank auch per WiFi aufs iPhone (4.99 €; App Store-Link).

Eure Passwörter, gesicherten Notizen und Internet-Logins übertragen sich damit direkt von Rechner zu Rechner zu iPhone und zurück. Änderungen am Telefon nimmt die Mac-Anwendung (“Free to Try“) entgegen und schreibt diese in eure lokale Schlüsselbund-Datenbank. Über die ‘History’-Funktion der iOS-App lassen sich über Board geworfene Kennwörter wiederherstellen.

Für den augenblicklichen (und konstanten) Abgleich zwischen Desktop und dem mobilen Gerät muss die Mac-Anwendung geöffnet bleiben. Außerdem gilt aktuell zu beachten, dass der initiale Sync von großen Datenbanken ein paar Sekunden in Anspruch nehmen kann.

Disclaimer: Keychain2Go-Entwickler Patrick Stein ist ein guter Freund von mir.

ToDo-App: ‘The Hit List’ mit Sync-Abo

von alex olma | 7. Juli 2011 | 10:26 Uhr

IPhoneBlog de TheHitList

Gewagt: Potion Factory wirft mit ‘The Hit List‘ eine nicht ganz preiswerte Mac-App (39.99 €; MAS-Link) und eine nicht nicht ganz preiswerten iPhone-App (7.99 €; App Store-Link) ins Software-Geschäft, die ausschließlich mit kostenpflichtigem Online-Sync bestückt ist.

Um’s deutlich zu sagen: Wer nicht jährlich $20 US-Dollar zahlt, kann seine Aufgabenliste zwischen MacOS und iOS nicht automatisch in Einklang halten.

Im Gegensatz dazu bietet Mitbewerber OmniFocus eine kostenlose ‘Over-the-Air’-Synchronisation an. In der Erstanschaffung ist diese Programm-Kombination jedoch deutlich teurer. Die Desktop-Version schlägt mit 62.99 € zu Buche (MAS-Link). Das iPhone-Pendant kostet 15.99 € (App Store-Link). Für den Gesamtpreis von 78,98 €, 32 Euro mehr als das Paket von Potion Factory, ließe sich für zwei Jahre der ‘The-Hit-List’-Sync buchen.

Soweit ich ‘The Hit List‘ beurteilen kann, scheint das Programm sich am Niveau von OmniFocus zu orientieren – deshalb passt der Vergleich. Das größere Problem ist jedoch ein beinahe erschlagendes Angebot der teils komplett kostenlosen Mitbewerber wie zum Beispiel Wunderlist (kostenlos; MAS-Link + App Store-Link).

Sicherlich gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Apps. Das sich jedoch ‘The Hit List‘ mit einem lokalen WiFi-Sync nicht attraktiver gegenüber der unteren Preisklasse aufstellt, bleibt unverständlich. Der Cloud-Sync wäre ein erstklassiges Bonus-Feature.

Selbst Things (39.99 €; MAS-Link), weiterhin nur mit einem Versprechen für den OTA-Sync, kann mit einem Aufgaben-Abgleich über WiFi, einer angepassten iPad-App (15.99 €; App Store-Link) sowie einer preiswerteren iPhone-Version (7.99 €; App Store-Link) punkten.

Hinzu kommt: Mit iCloud ist Entwicklern ab Herbst die Möglichkeit gegeben ihre Datenpakete über Apples Online-Service zu verteilen. Ohne eigene Infrastruktur und (dadurch) erhöhte Konkurrenz, dürften Abo-Preise für eine Synchronisation noch einmal schwieriger zu verkaufen sein.

Instacast plant Zählerstand-Sync von Podcasts

von alex olma | 30. Juni 2011 | 19:15 Uhr

IPhoneBlog de Instacast1IPhoneBlog de Instacast2

Podcast-App ‘Instacast‘ arbeitete in den vergangenen Beta-Versionen an einem Sync-Service zum Abgleich der Abspielpositionen. Ein ziemlich grandioses Feature, das bei mir den ständigen Wechsel zwischen iPod touch und iPhone 4 wunschgemäß vereinfachte. Nach Steve Jobs iCloud-Präsentation verlagerte Entwickler Martin Hering seine eigene Programmierung in Richtung der Apple-Technik. Damit bleiben auch die längsten Podcasts (ja, genau euch meine ich!) zukünftig überschaubar.

Trotz drahtlosem iOS-5-Sync, der sich im Herbst ebenfalls den Podcast-(Zählerständen) – über iTunes – annimmt, dürfte Instacast so schnell nicht an Charme verlieren. Dafür sorgt schon allein die (bereits verschraubte) Streaming-Option.

Instacast erschien heute in Version 1.3 (1,59 €; App Store-Link). Ohne Sync, aber mit Kapitel-Listen, Download-Warteschlange und AirPlay-Video-Unterstützung. Falls der iPhoneBlog-Videopodcast (iTunes-Link) – ein aus der Luft gegriffenes Beispiel – mal auf den großen Fernseher soll…

Googles zwiespältiger iOS-Tatendrang

von alex olma | 16. Juni 2011 | 14:08 Uhr

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Google bietet seit dem Jahr 2009, zuerst für Kalender und Kontakte, später auch für E-Mail, einen mobilen Sync-Service an. Das gestrige Update bringt eine Server-Suche fürs Postfach, eine neue Absender-Einstellung sowie die Verwaltung von Kalender-Einladungen.

Grundsätzlich nett, aber nur marginal bedeutend weil sich durch die Ersteinrichtung ohnehin niemand freiwillig wühlt. Gut, ich übertreibe. Trotzdem bleibt die Konfiguration über die Microsoft-Exchange-Option, insbesondere bei gleichzeitigem Gmail- und Google-Apps-Konto, nur ‘technik-interessierten’ Menschen vorbehalten – auf diese Wortwahl kann man sich einigen, oder?

Macworld fragt: “Warum keine native iOS-App?” – berechtigt, wie ich finde. Einer Zulassung dürfte Apple nicht (mehr) im Weg stehen, wie vergleichbare Software-Kandidaten zeigen. Zugegeben: Früher gab’s hier (erhebliche) Probleme (“Duplicate Functionality“).

Wo bleibt sie also, diese Gmail-Download-App?

Die Antwort dafür ist nicht eindimensional und keinesfalls leicht zu beantworten, lässt sich jedoch auf den gemeinsamen Nenner ‘Interesse’ zusammenstreichen. Die Nutzer sollen ins Netz. Dort, wo ich eingeloggt bin, ein paar Surfgewohnheiten preisgebe und Werbung konsumiere. Daran ist nichts falsch, insbesondere wenn das fundamentale Geschäftsmodell auf dieser Idee beruht. “Kostenlose Mails gegen persönliche Daten” – so lautete der Deal schon immer.

Nachvollziehbar ist, dass man sich keinen Plattform-Abhängigkeiten aussetzen möchte. Die Existenz der Programme ‘Google-Suche‘, ‘Google Places‘ oder ‘Google Translate‘ erklärt das jedoch nicht…

‘Verwässert’ wird durch diesen zwiespältigen Tatendrang, der sich über teils komplett unterschiedlich zusammengewürfelte Features zeigt, die (Außen-)Darstellung. Google scheint einigen Bemühungen aus technischer Neugier, andere aus Kerngeschäfts-Konzentration nachzugehen – eine scheinbar generelle Tendenz in Mountain View. Solange die (Werbe-)Einnahmen stimmen, ist an dieser Experimentierfreude auch nichts auszusetzen.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Business-Präferenzen erheblich konservativer – (nur) mit (vielen) kleinen Detail-Änderungen – angefasst werden. Heute beispielsweise mit neuen Kurzwahl-Symbolen auf der Hauptseite.

IPhoneBlog de Google com1IPhoneBlog de Google com2

Wolkenbruch: Dateisystem mit Aussicht auf Niederschlag

von alex olma | 14. Juni 2011 | 09:25 Uhr

IPhoneBlog Air Sharing1

By having apps take care of the nitty-gritty details of file management, we’re moving from the document-centric interface of the last 20 years or so to an application-centric model. It’s about actions instead of objects, verbs instead of nouns.

Eine exzellente Beschreibung von Dan Moren übers dateilose Betriebssystem und die essentielle Bedeutung von iCloud für Apple.

Ich persönlich merke regelmäßig anhand von Fotos, wie mir der Umweg über die Dateibäume lästig wird. “What do you want to do with a photo? View it, crop it, rotate it, tweak the colors, put it in an album, identify the people in it, et cetera.” Kopieren, Umbenennen, Verschieben und Einsortieren demaskieren sich mittlerweile als ziemlich nutzlose Tätigkeiten. Zumindest wenn ich mir anschaue, welchen Mehrwert die aufwendig angelegte Ordnerstruktur leistet, wenn ich zum Auffinden dann doch die Spotlight-Suche verwende.

IPhoneBlog Air Sharing2

Vom Ausflug, vorletztes Wochenende, sind eine Handvoll iPhone-Bilder (direkt) in eine private Flickr-Galerie gewandert, die in der Familie lebhaft besprochen wurde. Das restliche ‘Point-and-Shoot‘-Schnappschuss-Archiv lümmelt sich dagegen ungesehen im (lokalen) iPhoto-Archiv – natürlich perfekt verschlagwortet, benannt und gruppiert.

Doch keine Sorge, die schweißtreibende Arbeit im Dokumenten-Wald bleibt uns noch einige Zeit erhalten. Bis jetzt lässt sich nicht behaupten: “It Just Works.” Doch peu à peu wird alles besser.

Regelmäßige Backups. Abwegig, oder?

von alex olma | 14. Juni 2011 | 06:22 Uhr

IPhoneBlog de Sync in Progress

A little birdie says that about 50 percent of Apple Store customers who need to get their iPhones swapped have never plugged them into iTunes after the initial activation and sync. This is a big reason, according to this birdie, for why Apple Store Geniuses are excited about iCloud.

Ich glaub’s nicht. 200 Millionen iOS-Geräte, 50-Prozent ohne Backup = abwegig.

Das Problem schlummert jedoch in der Fragestellung (und natürlich iTunes). Ich wette, dass selbst jemand der sein iPhone täglich synchronisiert, auf spontane Nachfrage “Sind alle deine Daten gesichert?” (als ob sich das Telefon augenblicklich danach in Luft auflöst), kurz zögert. Wohin verschwinden meinen SMS? Fotos? Was landet in der (uneinsichtigen) ‘Backup’-Datei und was direkt in verknüpften (Dritt-)Programmen Adressbuch? Kalender? Lesezeichen? Mails?

Ohnehin bedarf es keinem 50-Prozent-Anteil, um die Tragweite von einem regelmäßigen Datenabgleich – für ein Gerät, das wir täglich mehrere Stunden verwenden und mit neuen Infos füttern – zu unterstreichen.

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