iOS-Skype angreifbar. Nachsitzen ist überfällig.
A Cross-Site Scripting vulnerability exists in the “Chat Message” window in Skype 3.0.1 and earlier versions for iPhone and iPod Touch devices. Skype uses a locally stored HTML file to display chat messages from other Skype users, but it fails to properly encode the incoming users “Full Name”, allowing an attacker to craft malicious JavaScript code that runs when the victim views the message.
Die Skype-Schwachstelle unter iOS, die im schlimmsten Fall das Adressbuch entwendet (Stichwort: Sandbox), ist unschön. Insbesondere weil das Sicherheitsproblem (laut Phil Purviance) der Microsoft-Tochterfirma seit dem 24. August bekannt ist.
Erwähnenswert in diesem Zusammenhang: Drittanbieter-Apps können weiterhin ohne Einschränkung und ohne eine verpflichtende Benachrichtigung ihrer Nutzer auf dessen persönliche Kontaktliste zugreifen. Einige Anwendungen fragen vor dieser Verwendung eigenständig nach – bindend ist das jedoch nicht.


In iOS 5 feinjustiert Apple erneut die Einstellungen für Ortungsdienste. Der Zugriff auf das Adressbuch bleibt allerdings auch im kommenden Update immer noch ‘unreguliert’. Das gilt es zu ändern!
TinyChat verspricht Video-Gespräche mit bis zu 12 Personen
Freitagnacht, 02:27 Uhr. Keiner meiner Facebook-Freunde ist online. Zumindest keiner, den ich zu dieser Zeit für einen Video-Chat einladen würde. Und hoffentlich auch keiner, der jetzt über diesen Blogeintrag stolpert…
Ungetestet (der kurze Verbindungsaufbau zwischen mir und meinem schizophrenen identitätsgestörten Fake-Account zählt nicht), mit durchaus positiver Start-Hoffnung, springt TinyChat ins ‘trendy’ Fahrtwasser für Videokonferenzen. Die Kontaktermittlung erfolgt ausschließlich über bestätigte Facebook-Freundschaften. Der eigentliche Chat-Dienst läuft jedoch über die TinyChat-Server.
Wer nicht vor einem iPad 1 respektive 2, einem iPod touch der vierten Generation oder dem iPhone 3GS oder 4 (kostenlos; Universal; App Store-Link) sitzt, muss über einen Flash-fähigen Webbrowser verfügen. Die über Facebook empfangene Einladung leitet weiter zu TinyChat, auf dessen Portal noch einmal diverse Zugriffsrechte abzunicken sind, bevor Kamera und Mikrofon die Übertragung starten.
TinyChat funktioniert am iOS-Smartphone und Tablet über WiFi oder UMTS und unterstreicht einmal mehr, dass es höchste Zeit für Google+ und Facebook wird, gegen die alteingesessene Mobilfunk-Software FaceTime und Skype aufzulaufen.
Skype-Gespräche am iPhone aufzeichnen

Das Aufzeichnen von Telefongesprächen ist allgemein laut Strafgesetzbuch – Besonderer Teil (§§ 80 – 358) 15. Abschnitt – Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§§ 201 – 210) in Deutschland verboten und wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren geahndet.
Das Aufzeichnen von Telefongesprächen ist in Deutschland nur unter ganz besonderen Bedingungen gestattet. Allgemein bedarf es der ausdrücklichen Zustimmung aller Gesprächsteilnehmer.
Dinge, die mir nicht bewusst waren (…weil ich nie darüber nachgedacht habe): Initiiert man einen Skype-Anruf (App Store-Link) und wechselt danach in eine beliebige Audio-Recording-App (wie beispielsweise Apples vorinstalliertes ‘Voice Memos‘), lässt sich das bestehende VoIP-Gespräch (über die Lautsprecherausgabe) aufzeichnen.
Zu beachten: Dieser ‘Tipp’ ist beileibe keine Raketenwissenschaft und geht mit einem kräftigen Qualitätsverlust der Aufzeichnung einher – für erwähnenswert halte ich es trotzdem. Und nein, ‘normale’ Telefongespräche nimmt das iPhone über diesen ‘Umweg’ nicht auf.
[update] Vorzeitig veröffentlicht: Skype zieht iPad-App zurück
Eine für das iPad angepasste Skype-Version zeigte sich für wenige Stunden am heutigen Morgen im App Store, bis das Microsoft-Tochterunternehmen die “versehentlich vorzeitige” Veröffentlichung wieder korrigierte. Ende Juni war ihnen der dazugehörige YouTube-Trailer entfleucht.
Ein ähnlich kurioser Fehler passierte der Google+-App, die zuerst als “Test-Version” im App Store auftauchte und innerhalb kürzester Zeit durch ein Update ersetzt wurde.
Der eigentliche Witz an der Skype-Geschichte ist jedoch nicht dessen schneller Rückzug sondern die traurige Tatsache, dass es auch 486 Tage nach der ursprünglichen iPad-Veröffentlichung noch immer keine Tablet-Fassung des VoIP-Dienstes gibt.
14:21 Uhr: Die iPad-App des VoIP-Dienstes ist (erneut) im App Store verfügbar (Link).
15:55 Uhr:
Cnet: ‘Skype for iPad’ erscheint am morgigen Dienstag
Ein tonloses Werbevideo der iPad-Version von Skype entfleuchte Microsoft in der vergangenen Woche auf ihrem YouTube-Kanal. Der (Backup-)Aufzeichnung des abgefilmten Bildschirms soll laut CNET, die bereits eine Preview-Version ausprobierten, ein Release am morgigen Dienstag folgen.
We were also able to easily send and receive chat messages while a video call was connected, although the chat window and keyboard obscured almost the entire image, and we had to manually close the keyboard when we were done so we could see the video again, a slight inconvenience.
Monster-Telefon: das telefonierende Jailbreak-iPad (+Video)
Team ‘iPhoneIslam‘ portiert die Telefon- und SMS-Applikation vom iPhone auf das iPad 3G. Dazu ist ein Apple Tablet der ersten Generation unter iOS 4.3.3 mit Jailbreak notwendig. Die Software lässt sich aus dem Cydia-Repo http://apps.iphoneislam.com/ laden und gegen eine Gebühr von 16 Euro aktivieren.
Nette Spielerei, die grundsätzlich funktioniert (mit direktem Simkarten-Zugriff) aber noch Stolperstein in puncto Benutzeroberfläche mitbringt. Das Team kümmerte sich zuvor bereits um die ‘Facetime-Aktivierung‘ für UMTS-Verbindungen.
Wer keinen Jailbreak sein Eigen nennt oder am iPad 2 unterwegs ist (dessen Jailbreak noch aussteht), kann über Skype (kostenlos; App Store-Link) oder Sipgate (kostenlos; App Store-Link) vergleichbare Telefon-Funktionalität (über die 3G-Datenverbindung) ‘nachrüsten’ – vielleicht angenehmer als der ‘Trigger Happy TV’-Stil…?
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Microsoft kauft sich Videotelefonie

Wer behauptet, die heutige Skype-Übernahme von Microsoft interessiert keine iOS-Nutzer, unterschätzt die Investitionskraft von 8.5 Milliarden US-Dollar eines Weltkonzerns. Vielleicht sind diejenigen, die jetzt schelmisch schmunzeln, aber auch einfach nur noch nicht so lange mit im Netz dabei, um den Stellenwert eines plattformübergreifenden VoIP-Dienstes (ein-)schätzen zu können.
Welche Rolle der Dienst bereits in der (kurzen) iPhone-Historie spielte, zeigen ein paar Eckpunkte:
- April 2009: Mit sechs Download-Klicks pro Sekunde verteilt sich die erste Skype-Version. Mobilfunkanbieter sind ‘empört‘. ‘Hacks’ machten die Runde. Heute haben wir zumindest VoIP-Optionen.
- Januar 2010: Neue SDK-Bestimmungen erlauben VoIP-Calls im 3G-Netz. Skype zieht erst Ende Mai mit einem Update nach. Damals explizit im Gespräch: Anrufe über eine UMTS-Verbindung bleiben “bis August 2010 kostenlos“; danach fällt “eine geringe Gebühr” an.
- Dezember 2010: Nach ersten FaceTime-Gehversuchen ist Video-Telefonie plötzlich ‘im großen Stil’ verfügbar – Skype in Version 3.0 macht dies sogar über 3G möglich.
Insgesamt: Ein schöner Status quo.
Steve Ballmer bestätigte auch auf erneute Journalisten-Rückfrage noch einmal die Aussage seiner PR-Ansprache: Man wolle auch zukünftig “Unterstützung und Investitionen” für “non-Microsoft platforms” leisten.
Ob allerdings Updates für das iPhone zur gleichen Zeit die Marktreife erhalten, wie der favorisierte ‘Windows-Phone-7′-Bruder, wird sich erst noch zeigen. Ganz abgesehen davon muss MS in naher Zukunft die komplette Hardware-Produktlinie von Nokia mit (angepassten) VoIP-Apps ausstatten.
Schlussendlich kostet das Geld. So simple das vielleicht klingt. Aber die Pflege, Wartung und Anpassung für verschiedene Systeme erfordert erhebliche Aufwendungen. Irgendwann kommt auch Tony Bates, aktueller Skype-CEO und zukünftig Abteilungsleiter mit direktem Ballmer-Draht in Erklärungsnöte, wenn unzählige Arbeitsstunden für eine angepasste iPad-Version aufgewendet werden sollen.
Speziell auf der iOS-Plattform sollte die Monetarisierung durch Reklame-Einblendungen oder zusätzliche Bezahldienste besonders ‘schwierig’ ausfallen – wir kennen alle den verbitterten Kampf im Werbemarkt, mit dem uns Google und Apple regelmäßig unterhalten.

Microsoft müsste für eine gewollte Benachteiligung also nicht einmal die App den Konkurrenz-Geräten vorenthalten sondern einfach ‘unausgeglichen’ aktualisieren. Auch nett: Exklusiv-Verträge mit Mobilfunkanbietern, die WP7-Telefone mit Skype auch über UMTS verbinden. Solche ‘strategischen Partnerschaften‘ sind zumindest nicht neu.
Durch das Fehlen von populären Alternativen sollte man als iPhone-Kunde daher schon genau hinhören. Und trotzdem glaube ich nicht, dass es mit alleiniger Schwarzmalerei getan ist. Microsoft sitzt keinesfalls auf der Anklagebank. Ganz im Gegenteil: Durch die aktuelle Akquisition ist das derzeit plattformübergreifende Redmond-Angebot vorbildlich.
Ähnlich wie in Mountain View bei Google. Dessen Video-Chat und Voice-Dienste finden breiten Anklang. Eine wirklich lesenswerte Randnotiz schrieb heute Steven Levy mit “Why Google Does Not Own Skype” auf.
Für Apple dagegen scheint ‘FaceTime for Windows’ in weiter Ferne. ‘Autarkie deluxe’. War nicht auch einmal von “open industry standards” die Rede?
Upon the launch of the iPhone 4, Jobs promised that Apple would work in due course with standards bodies to make the FaceTime protocol an “open standard.” As of April 2011, it is not yet known to have been ratified by any standards body, and the extent of work by Apple with regards to this promise is unclear as Apple has not released technical specifications for the service. FaceTime is not currently supported on any non-Apple devices.
Wie sich ein nicht plattformübergreifendes System anfühlt, zeigte sich im vergangenen Herbst. Das iPhone 4 lieferte tolle FaceTime-Technik und niemanden, den man anrufen konnte.
Keine Frage: Skype ist als Programm immer noch eine Zumutung in puncto Optik, Bedienung und übel verseuchter Proprietär-Technik. Trotzdem hat sich die Software in den letzten acht Jahren eine Fan-Gemeinde mit über 170 Millionen Nutzern aufgebaut und funkt problemlos durch alle Router-Windungen. Gleichzeitig verhökerte man das Luxemburg-Unternehmen mehrmals. Sowas ist nie ressourcenschonend. Und trotzdem lebt ‘es’ immer noch.
Ob’s Microsoft schafft, die Bestie zu erlegen, hängt meiner Meinung nach extrem stark davon ab, wie sie das Baby in den nächsten Jahren schaukeln. Mit cleveren Werbekonzepten oder einem Facebook-Lizenz-Deal, der allen 600 Millionen Zuckerberg-Kunden Videotelefonie in den Browser liefert, ließe sich die Vormachtstellung ausbauen.
Weil eins ist doch klar: (Video-)Telefonie ist aus keiner (zumindest mir bekannten) Zukunftsperspektive wegzudiskutieren. Und Skype ist plattformübergreifend sowie aus globaler Sicht aktuell der größte Anbieter für (Video-)Telefonie.
Oder um’s kurz zu machen: Skype gehört ab heute Microsoft.
VoIP-Dienst ‘Skype’ kauft Video-Streamer ‘Qik’
Der VoIP-Service Skype verleibt sich zu einem vermuteten Verkaufspreis von $100 bis $150 US-Millionen den Video-Streaming-Dienstleister Qik ein. Das US-Unternehmen besteht seit 2006 und zählt 60 Angestellte.
Der Preis für die Akquisition ist bislang unbestätigt. Zwei Quellen trugen Business Insider die Übernahme jedoch vor der offiziellen Bestätigung zu und lieferten diese Zahlen mit, was der Mutmaßung zumindest Nachdruck verleiht.
Der Video-Streaming-Service gab den Startschuss zu einer öffentlichen Beta-Anmeldung im Jahr 2008 und erfuhr insbesondere durch mobile Geräte ein enormes Wachstum. Vor der Veröffentlichung des Apple App Stores verbreitete der Hersteller seine Software kostenfrei für Jailbreak-Geräte.
Qik durcherlebte eine komplexe iOS-Geschichte, bei der zuerst kein Videosignal der iPhone-Kamera entnommen werden durfte. Im zweiten Schritt gestattet Apple kein unmittelbares Live-Streaming sondern lediglich den nachträglichen Upload. Mittlerweile besteht mit ‘Qik Video Camera Pro‘ (2.39 €; App Store-Link) eine kostenpflichtige Anwendung, die Live und über UMTS ein Videosignal ins Internet spielt.


Nach eigenen Angaben besitzt Qik fünf Millionen registrierte Benutzer. Im vergangenen Januar sollen es lediglich 600.000 Personen gewesen sein. Die automatische Vorinstallation auf Mobilfunkgeräten von Spring, T-Mobile, Nokia und Samsung trugen ihren (Groß-)Teil zum enormen Wachstum bei. Qik ist neben seiner iOS-Fassung außerdem noch mit Versionen auf allen anderen gängigen Smartphone-Betriebssystemen wie Android, Symbian, BlackBerry OS und Windows Mobile vertreten.
Skype, weltgrößter Telefonanbieter, veranstaltete in den vergangenen Minuten seine Pressekonferenz anlässlich der CES in Las Vegas. Nach eigenen Angaben zeichnet sich die im Jahr 2003 gegründete Firma für 25-Prozent der internationalen Telefon-Minuten verantwortlich. In den Jahren 2009 waren es noch 12-Prozent; im Jahr 2008 lediglich 8-Prozent. Täglich sollen 520 Millionen Gesprächs-Minuten vermittelt werden.
Für Video-Gruppengespräche, bei denen bis zu 10 Personen anwesend sind, führt Skype ab dem heutigen Tagen einen Monatspreis von $8.99 US-Dollar ein, den jedoch lediglich ein einziger Teilnehmer für die Konferenzschaltung entrichten muss.
Die jüngste Aktualisierung der Skype-Anwendung für das iPhone verzeichnete 4 Millionen Downloads sowie eine Million Video-Gespräche innerhalb der ersten 24 Stunden.

