iPad-Ad: “Love”
Apple spendiert der iPad-Werbestimme von Peter Coyote nach dessen Vorgängern “Learn“, “We’ll Always” und “Now” eine neue Hintergrundmusik. Eine Spur besser gefiel mir allerdings noch Apples musikalische Untermalung von “If You Asked” und “We Believe“.
Auch dieser Spot nennt keine Produktnamen sondern blendet lediglich in der letzten Werbesekunde das iPad-Logo ein – diesmal allerdings nicht vor der ansonsten weißen Tapete.
‘Animoog’ und ‘iKaossilator’: iPad und iPhone als Musikstudio
‘Animoog‘, klingt für unbedarfte Ohren wie ein generisches App-Store-Puzzlespiel, dürfte bei audiophilen iPad-Besitzern jedoch für hohen Puls sorgen. Hinter dem verspielt wirkenden Produktnamen verbirgt sich nicht weniger als der erste Tablet-Synthesizer des Unternehmens Moog, deren Synthie-Klänge schon den ein oder anderen Hit der Musikgeschichte zum, nun ja, Hit gemacht haben.

Dass sich das iPad trefflich zur Musikproduktion einsetzen lässt, ist längst kein Geheimnis mehr. Während renommierte Synthesizer-Hersteller wie Korg schon früh auf den Zug aufgesprungen sind, indem sie mit Vintage-Geräten wie iMS-20 (25.99 €; App Store-Link) oder iElectribe ESX (15.99 €; App Store-Link) beeindruckten, geht Moog den umgekehrten Weg. Der Animoog (0.79 €; App Store-Link) bedient sich zahlreicher Module und Systeme, mit denen Moog-Veteranen sofort umgehen können (für die Profis: Moog-Kaskadenfilter, 4 gegeneinander einstellbare Oszillatoren, drei ASDRs, etc.), bleibt aber ein eigenständiges Instrument, das sich ganz den Paradigmen einer Touch-Interface-Plattform unterwirft. Das Resultat? Fantastisch!
Der virtuelle Moog-Sound muss sich selbst vor professionelle Produktionen nicht verstecken und darf über die intuitive X-Y-Schnittstelle mit ihren zahlreichen Filter und Effekten liebevoll Beats verfremden. Anfänger sollten einen Blick auf die offizielle Homepage werfen. Im Gegensatz zu Step-Sequenzern, wie den genannten Korg-Synthesizern, von dem man zum schnellen Spaß ein paar Samples abfeuert, ist der Animoog ein doch eher schwieriger studierbares Instrument.
Andererseits gibt der Einführungspreis von 79 Cent nun wahrlich keinen Grund, hier nicht zuzuschlagen – selbst, wenn man erst vor dem blutigen Einstieg in digitale Klangwelten steht.


Wer sich dieser eindeutigen Empfehlung widersetzt – etwa, weil er kein iPad zur Hand hat – sollte trotzdem einen Blick in den App Store werfen. Auch Korg hat dieser Tage neuen Spielkram für all jene unter uns, die sich zwar für hochmusikalisch halten, aber kein konventionelles Instrument bedienen können, veröffentlicht.
Der minderkreativ benannte iKaossilator (7.99 €; App Store-Link) ist wenig überraschend die virtuelle Entsprechung des Kaossilators. Schon im Original weist er eine Touch-UI auf, über die sich verschiedene Klänge und Geräusche abspielen, verfremden und in Tonfolgen packen lassen, die man dann beliebig wiederholen, aufnehmen und dekonstruieren kann. Der Kreativität sind damit wenig Grenzen aufgezeigt. Der Funktionsumfang ist jedoch gleichzeitig ausreichend eingeschränkt, um intuitiv verstanden zu werden. Trotzdem strömen ganz viele exzellente Korg-Samples, die genügend Vielfalt für komplett eigenständige Kompositionen bieten, aus dem kleinen Computer.
Spannend wird es dann aber doch noch für iPad-Besitzer: Per WIST-Link lässt sich der iKaossilator auf den Beat synchronisiert und mit iMS und iElectribe verbinden.
Sowohl Animoog als auch iKaossilator sind aktuell stark vergünstigt (50% Nachlass / 79 Cent statt 30 Euro) und beide eine absolute Empfehlung – sowohl für talentierte Musiker, wie auch musikalische Spielkinder.
(Danke für diesen Bericht, Matthias!)
Offizielle API: der Spotify-Player jetzt auch in deiner App!

Spotify lockt iOS-Entwickler mit einer offiziellen Programmierschnittstelle, die den Musikstreaming-Service in jedem Drittanbieter-Programm unterbringt. Damit steht den App-Store-Produzenten ein Songkatalog von rund 15 Millionen Stücken zur Verfügung. Einziger Nachteil: ‘libspotify‘ darf nur in nichtkommerziellen Projekten Verwendung finden. Details sind mit dem schwedischen Start-up zu klären.
Bleiben lediglich zwei Fragen: Wer baut mir damit jetzt einen Chat-Client und von wem kommt (endlich) eine angepasste Spotify-Version für das iPad?
We hope this will enable a new category of iPhone, iPad and iPod Touch applications with Spotify inside and allow for more immersive music experiences within iOS apps.
Spotify startet in den USA

Der schwedische Musik-Streamingservice Spotify startet am heutigen Donnerstag in den USA. Die iPhone-App ist im US-Store (kostenlos; Link) soeben freigeschaltet worden. Wer gleich ins monatliche Bezahlmodell einsteigt ($4.99 oder $9.99 US-Dollar) muss auf keine Einladung warten und kann alle Songs auch über die mobile Anwendung streamen.
Spotify ist unter Berücksichtigung von MOG, Rhapsody oder Rdio bei weitem nicht konkurrenzlos, und trotzdem erhoffe ich mir insbesondere hier eine starke iTunes-Konkurrenz. Für den Dienst zahlen aktuell zwischen 10- und 15-Prozent aller Nutzer – umgerechnet eine Million Abonnenten.
Deutsche Pendants wie Simfy (kostenlos; App Store-Link) zeigen, das Bedarf an Flatrate-Musikdiensten besteht. Mich persönlich hat die Musikindustrie genau dadurch wieder als zahlenden Kunden gewonnen – mit 120 Euro im Jahr. Mit nur einer einzigen App, egal ob auf dem 64GB-Modell vom Macbook Air oder am 16GB-iPhone, mit allen persönlichen Wiedergabelisten, ohne iTunes-Datenschieberei und keinen Backup-Sorgen, ist das (für mich) unendlich wertvoll.
Amazon wertet Cloud-Angebot auf

Amazon sieht seine Felle davonschwimmen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einen vor nur 100 Tagen gestarteten Service, das Cloud Drive und den Cloud Player, preislich neu ausrichtet.
Die zwei wesentlichen Änderungen lauten: Für eine Online-Festplatte im Jahresabo gibt’s ‘unbegrenzt Speicherplatz für Musik‘ sowie eine Web-Anpassung zum Abspielen der Songs auf dem iPad.
Bereits die aufgeblasene Pressemitteilung lässt tief blicken. Punkt 2: “Store all Amazon MP3 Purchases for Free“. Es war bereits zuvor so, dass die über Amazon gekauften Musiktitel nicht den kostenlosen 5GB-Speicherplatz, den jeder Nutzer für die Erstanmeldung erhält, dezimieren. Einzige Neuerung dabei betreffen Kauftitel, die vor der Einführung des Dienstes bei Amazon erworben wurden. Wer sich jedoch entscheidet, Geld für eine vergrößerte Cloud-Festplatte (ab $20 für 20GB pro Jahr) auszugeben, lädt ohnehin jeden Musiktitel gratis ins Netz.
Punkt 4 der Pressemitteilung ist komplett ohne inhaltlichen Wert und betont lediglich frühere Promo-Aktionen, die ohne neue Kosten übernommen werden. In den ersten Tagen wurde der Kauf eines beliebigen Albums (egal zu welchem Preis) mit dem 20GB-Jahrespaket belohnt.
Ein anderer Reklame-Stunt: Ende Mai verscherbelte Amazon das neue Lady-Gaga-Album für 99 Cent. Eine finanzielle Investition, die mir (auch rückblickend) sinnvoll erscheint.
Here’s the math: For every unit it sells at 99 cents, Amazon will lose about $7.40, according to Billboard’s calculation. At $7.40 per unit and 430,000 units (10,000 shaved off total digital sales to account for some sales of the deluxe edition), the Gaga-related loss comes to $3.18 million.
Amazon will lose money on each 99-cent sale because it is paying Interscope/Universal Music Group the standard rate for each unit sold. The similar title is selling for $11.99 at iTunes. The retailer typically keeps 30% of the sale price, meaning it owes the label and distributor the remaining 70% — or $8.39.
Spannend bleibt die Web-Anpassung fürs iPad. Music Beta von Google, iTunes Match und ein zukünftiger Spotify-Auftritt in den USA bauen Druck auf. Beiläufig bemerkt: Das iPhone hat keine Ansichts-Optimierung erhalten. Der Cloud Player lässt sich am Telefon zwar weiterhin rudimentär bedienen, richtig Spaß macht das allerdings nicht.
Da der Hauptanteil des Verkaufspreises für Musik ohnehin nur an die Rechteinhaber durchgeschleust wird, dürfte Amazon sein Musik-Angebot derzeit als pures Anreizmodell verwenden. Die nachgelagerte Initiative, den Kunden Basispakete für Online-Speicher zu unterbreiten, könnte diesen Herbst in der Veröffentlichung eines Amazon-Tablets münden.
Spotify streamt zukünftig in den USA

Der Musik-Streaming-Service Spotify schaltete vor wenigen Minuten eine Webseite zur Ankündigung seines US-Starts. Über entsprechende Verhandlungen mit den dortigen Musik-Labels wird seit Monaten gesprochen.
Eine Verfügbarkeit, dessen Preise sowie der oder die Partner (Facebook?) sind bislang noch nicht bekannt. Mit einem US-Start bringt sich der Dienst erstmals ernsthaft in direkte Konkurrenz zu Amazon, Google und Apple.












