iPad-Ad: “Love”

von alex olma | 22. November 2011 | 09:43 Uhr

DirektLove

Apple spendiert der iPad-Werbestimme von Peter Coyote nach dessen Vorgängern “Learn“, “We’ll Always” und “Now” eine neue Hintergrundmusik. Eine Spur besser gefiel mir allerdings noch Apples musikalische Untermalung von “If You Asked” und “We Believe“.

Auch dieser Spot nennt keine Produktnamen sondern blendet lediglich in der letzten Werbesekunde das iPad-Logo ein – diesmal allerdings nicht vor der ansonsten weißen Tapete.

‘Animoog’ und ‘iKaossilator’: iPad und iPhone als Musikstudio

von alex olma | 24. Oktober 2011 | 09:30 Uhr

Animoog‘, klingt für unbedarfte Ohren wie ein generisches App-Store-Puzzlespiel, dürfte bei audiophilen iPad-Besitzern jedoch für hohen Puls sorgen. Hinter dem verspielt wirkenden Produktnamen verbirgt sich nicht weniger als der erste Tablet-Synthesizer des Unternehmens Moog, deren Synthie-Klänge schon den ein oder anderen Hit der Musikgeschichte zum, nun ja, Hit gemacht haben.

IPhoneBlog de Animoog

Dass sich das iPad trefflich zur Musikproduktion einsetzen lässt, ist längst kein Geheimnis mehr. Während renommierte Synthesizer-Hersteller wie Korg schon früh auf den Zug aufgesprungen sind, indem sie mit Vintage-Geräten wie iMS-20 (25.99 €; App Store-Link) oder iElectribe ESX (15.99 €; App Store-Link) beeindruckten, geht Moog den umgekehrten Weg. Der Animoog (0.79 €; App Store-Link) bedient sich zahlreicher Module und Systeme, mit denen Moog-Veteranen sofort umgehen können (für die Profis: Moog-Kaskadenfilter, 4 gegeneinander einstellbare Oszillatoren, drei ASDRs, etc.), bleibt aber ein eigenständiges Instrument, das sich ganz den Paradigmen einer Touch-Interface-Plattform unterwirft. Das Resultat? Fantastisch!

Der virtuelle Moog-Sound muss sich selbst vor professionelle Produktionen nicht verstecken und darf über die intuitive X-Y-Schnittstelle mit ihren zahlreichen Filter und Effekten liebevoll Beats verfremden. Anfänger sollten einen Blick auf die offizielle Homepage werfen. Im Gegensatz zu Step-Sequenzern, wie den genannten Korg-Synthesizern, von dem man zum schnellen Spaß ein paar Samples abfeuert, ist der Animoog ein doch eher schwieriger studierbares Instrument.

Andererseits gibt der Einführungspreis von 79 Cent nun wahrlich keinen Grund, hier nicht zuzuschlagen – selbst, wenn man erst vor dem blutigen Einstieg in digitale Klangwelten steht.

IPhoneBlog de iKaossilator 1IPhoneBlog de iKaossilator 2

Wer sich dieser eindeutigen Empfehlung widersetzt – etwa, weil er kein iPad zur Hand hat – sollte trotzdem einen Blick in den App Store werfen. Auch Korg hat dieser Tage neuen Spielkram für all jene unter uns, die sich zwar für hochmusikalisch halten, aber kein konventionelles Instrument bedienen können, veröffentlicht.

Der minderkreativ benannte iKaossilator (7.99 €; App Store-Link) ist wenig überraschend die virtuelle Entsprechung des Kaossilators. Schon im Original weist er eine Touch-UI auf, über die sich verschiedene Klänge und Geräusche abspielen, verfremden und in Tonfolgen packen lassen, die man dann beliebig wiederholen, aufnehmen und dekonstruieren kann. Der Kreativität sind damit wenig Grenzen aufgezeigt. Der Funktionsumfang ist jedoch gleichzeitig ausreichend eingeschränkt, um intuitiv verstanden zu werden. Trotzdem strömen ganz viele exzellente Korg-Samples, die genügend Vielfalt für komplett eigenständige Kompositionen bieten, aus dem kleinen Computer.

Spannend wird es dann aber doch noch für iPad-Besitzer: Per WIST-Link lässt sich der iKaossilator auf den Beat synchronisiert und mit iMS und iElectribe verbinden.

Sowohl Animoog als auch iKaossilator sind aktuell stark vergünstigt (50% Nachlass / 79 Cent statt 30 Euro) und beide eine absolute Empfehlung – sowohl für talentierte Musiker, wie auch musikalische Spielkinder.

(Danke für diesen Bericht, Matthias!)

iOS 5.0 im Überblick – Download steht bereit

von alex olma | 12. Oktober 2011 | 18:49 Uhr

Jede (kleinste) Neuerungen von iOS 5 schlug im letzten Halbjahr die Online-Presse windelweich. Dem möchte ich hier nicht die Krone aufsetzen, sondern zum soeben vollzogenen Release ein paar Highlights herausgreifen. Entwickler mit GM-Version dürfen sich entspannt zurücklehnen: Der vor einer Woche veröffentlichte iOS-Seed (9A334) ist identisch zum jetzigen Build.

Die Aktualisierung erfolgt wie gewohnt über iTunes, die direkten Download-Links der Firmware finden sich hier.

IPhoneBlog de Apple iOS 5

Notification Center

Die ‘Mitteilungszentrale’ ist eine überfällige Neuerung, die auf Konkurrenz-Systemen schon länger funktioniert. Apples Adaption fällt mit seiner sortierten Aufteilung und dem schnellen Wechsel in die jeweils zuständige App gelungen aus. Die Info-Einblendungen an der oberen Bildschirmhälfte (insbesondere am iPhone!) überlappen mir allerdings zu oft ‘klick-intensive’ Anwendungen (Tweetbot, Mail, etc.).

Der Standby-Screen als mehrzeiliger News-Ticker ist die beste Neuerung in iOS 5 überhaupt. In der täglichen Praxis rufe ich weniger das Notification Center auf sondern profitiere von den auflaufenden Infos am Ruhebildschirm wenn ich das iPhone einmal nicht verwende.

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iMessage

Aus Prinzip sende ich keine nur im Notfall eine SMS. In den Einstellungen lässt sich der kostenpflichtige SMS-Versand für iMessage deaktivieren. Die Auswirkungen dieser Apple-Anwendung lassen sich noch schwer abschätzen und erst richtig beurteilen, wenn die ‘typischen’ Kurzmitteilungs-Junkies damit beginnen zu ‘texten’ (…die Telefonrechnung aber preiswerter wird). Mich wundert, dass die Mobilfunkanbieter noch nicht lauter gegen das Feature geklagt haben.

Was jedoch schon jetzt fehlt: ein entsprechendes Desktop-Programm.

Zeitungskiosk

Eine gute Idee, mit verpfuschter Umsetzung. Der ‘Newsstand’ lässt sich in keinem Ordner verstecken, löschen oder ausblenden. Was auf dem iPad noch verständlich wäre, ist am iPhone leider nur anstrengend.

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Erinnerungen

Eine Mini-’To-Do’-App, die keinen Omnifocus-Anwender wechseln lässt, aber unbedarfte Nutzer vielleicht auf den Geschmack bringt. Die Geo-Erinnerungen sind ausschließlich nach Adresse (oder Aufenthaltsort) einzustellen. Clever: Im Zusammenhang mit Siri ergibt die ansonsten schmale Aufgaben-Anwendung durchaus Sinn.

Twitter

Nett, um mal ein Bild direkt aus der Foto-App zu veröffentlichen. Aus Perspektive von Anschrift und Telefonnummer wäre ein Facebook-Deal für Apple allerdings wertvoller. Die tiefe Twitter-Integration schadet natürlich nicht, sie bringt aber auch nicht soviel Vorteile wie der sich konstant aktualisierende Adressen-Fundus aus dem Hause Zuckerberg.

Musik / Video

Die Bezeichnung ‘iPod’, über Jahre Apples wertvollste Marke, stirbt. ‘Musik’ und ‘Videos’ laufen ab sofort in eigenständigen Anwendungen und spielen neuerdings während eines iTunes-Syncs weiter. Genau genommen lässt sich das komplette Gerät während dem Abgleich mit eurem Desktop weiter verwenden.

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Kamera

Ein Doppel-Tap auf den Home-Button im Standby-Menü führt flink zur nächsten Aufnahme. Fotos knipst man ab sofort (auch) über den Lautstärke-Knopf und hält das Gerät dadurch wesentlich ruhiger. Mit einem schnellen Wisch vom linken zum rechten iPhone-Rand lässt sich der Schnappschuss sofort kontrollieren – eine der wohl praktischsten Neuerungen im Bezug auf Gesten (wenn man sie kennt).

Kalender

Einträge lassen sich in der Tagesansicht per Drag & Drop verschieben. In den Einstellungen können Standard-Benachrichtigung für neue Kalendernotizen gewählt werden.

Safari

Euer mobiler Browser öffnet Webseiten im Hintergrund! Die (Basis-)’Reader’-Funktion fixt eventuell zum Instapaper-Kauf an.

iCloud

Mein Backup lege ich (vorerst) nicht in die iCloud, weil dessen Speicher zu klein und die Transferzeit zu hoch ist. WiFi-Sync mit iTunes ist jedoch selbstverständlich und großartig.

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Andere Kleinigkeiten

Sein iPhone direkt am Gerät umzubenennen, halte ich aus häufiger Verwendung des persönlichen Hotspots für wichtig. ‘Tastatur-Snippets’, die aus einem ‘MFG’ ein ‘Mit freundlichen Grüßen’ machen, sind erstmals (wenn auch nur sehr rudimentär) integriert. Höher aufgelöstes YouTube über UMTS ist angenehm. Das ‘Split-Keyboard’ am iPad lässt in vielen Situationen einfacher mit zwei Daumen am großen Bildschirm tippen. Delta-Updates von iOS direkt am Gerät herunterzulassen und einzuspielen macht die Welt ein kleines bisschen unabhängiger von iTunes.

FaceTime-Anrufe können ab sofort auch ohne Simkarte initiiert werden. Den Wunsch nach Tab-Browsing am iPad kann ich nachempfinden, finde Apples (Design-)Ansatz jedoch nicht gelungen. AirPlay Mirroring für das iPad 2 und iPhone 4S ist (bekanntlich) bombastisch.

IPhoneBlog de Apple compatible

Soweit meine (unvollständige) Liste der Neuerungen. Ergänzend kann die ‘iOS version history‘ oder diese ungefilterte Aufstellung empfohlen werden. iOS 5 ist ein kostenloser Download für das iPhone 3GS, 4, 4S, iPad 1 + 2 sowie die dritte und vierte iPod touch Generation.

Neue Musik-Schnittstellen

von alex olma | 20. September 2011 | 20:14 Uhr

IPhoneBlog de Metafly aIPhoneBlog de Metafly b

Weil Spotify auch weiterhin nicht innerhalb deutscher IP-Grenzen trommelt, bleiben News zu dem schwedischen Musik-Streaming-Service für viele irrelevant. Trotzdem: Mit ‘Metafy’ (kostenlos; App Store-Link) erreicht heute eine der ersten Anwendungen den App Store, die von der offiziellen API Gebrauch macht.

Der Dienst kreuzt Metacritic-Bewertungen mit der verfügbaren Musik-Bibliothek und bietet danach Wiedergabelisten der Alben und Künstler an.

Das ist weder technisch beeindruckend, noch visuell ein Genuss – den Download kann man sich daher getrost sparen. Der Weg, mit dem sich digitale Musik jedoch abermals neu erfindet, ist beeindruckend.

Andere Dienste, die diese ‘Bewegung’ aktiv auf dem iPhone mitgestalten: SoundCloud, Turntable.fm oder Soundtracking.

Offizielle API: der Spotify-Player jetzt auch in deiner App!

von alex olma | 31. August 2011 | 17:44 Uhr

IPhoneBlog de libspotify

Spotify lockt iOS-Entwickler mit einer offiziellen Programmierschnittstelle, die den Musikstreaming-Service in jedem Drittanbieter-Programm unterbringt. Damit steht den App-Store-Produzenten ein Songkatalog von rund 15 Millionen Stücken zur Verfügung. Einziger Nachteil: ‘libspotify‘ darf nur in nichtkommerziellen Projekten Verwendung finden. Details sind mit dem schwedischen Start-up zu klären.

Bleiben lediglich zwei Fragen: Wer baut mir damit jetzt einen Chat-Client und von wem kommt (endlich) eine angepasste Spotify-Version für das iPad?

We hope this will enable a new category of iPhone, iPad and iPod Touch applications with Spotify inside and allow for more immersive music experiences within iOS apps.

Spotify startet in den USA

von alex olma | 14. Juli 2011 | 13:37 Uhr

IPhoneBlog de Kids In America

Der schwedische Musik-Streamingservice Spotify startet am heutigen Donnerstag in den USA. Die iPhone-App ist im US-Store (kostenlos; Link) soeben freigeschaltet worden. Wer gleich ins monatliche Bezahlmodell einsteigt ($4.99 oder $9.99 US-Dollar) muss auf keine Einladung warten und kann alle Songs auch über die mobile Anwendung streamen.

Spotify ist unter Berücksichtigung von MOG, Rhapsody oder Rdio bei weitem nicht konkurrenzlos, und trotzdem erhoffe ich mir insbesondere hier eine starke iTunes-Konkurrenz. Für den Dienst zahlen aktuell zwischen 10- und 15-Prozent aller Nutzer – umgerechnet eine Million Abonnenten.

Deutsche Pendants wie Simfy (kostenlos; App Store-Link) zeigen, das Bedarf an Flatrate-Musikdiensten besteht. Mich persönlich hat die Musikindustrie genau dadurch wieder als zahlenden Kunden gewonnen – mit 120 Euro im Jahr. Mit nur einer einzigen App, egal ob auf dem 64GB-Modell vom Macbook Air oder am 16GB-iPhone, mit allen persönlichen Wiedergabelisten, ohne iTunes-Datenschieberei und keinen Backup-Sorgen, ist das (für mich) unendlich wertvoll.

DirektSpotify

Amazon wertet Cloud-Angebot auf

von alex olma | 7. Juli 2011 | 08:31 Uhr

IPhoneBlog de Amazon

Amazon sieht seine Felle davonschwimmen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einen vor nur 100 Tagen gestarteten Service, das Cloud Drive und den Cloud Player, preislich neu ausrichtet.

Die zwei wesentlichen Änderungen lauten: Für eine Online-Festplatte im Jahresabo gibt’s ‘unbegrenzt Speicherplatz für Musik‘ sowie eine Web-Anpassung zum Abspielen der Songs auf dem iPad.

Bereits die aufgeblasene Pressemitteilung lässt tief blicken. Punkt 2: “Store all Amazon MP3 Purchases for Free“. Es war bereits zuvor so, dass die über Amazon gekauften Musiktitel nicht den kostenlosen 5GB-Speicherplatz, den jeder Nutzer für die Erstanmeldung erhält, dezimieren. Einzige Neuerung dabei betreffen Kauftitel, die vor der Einführung des Dienstes bei Amazon erworben wurden. Wer sich jedoch entscheidet, Geld für eine vergrößerte Cloud-Festplatte (ab $20 für 20GB pro Jahr) auszugeben, lädt ohnehin jeden Musiktitel gratis ins Netz.

Punkt 4 der Pressemitteilung ist komplett ohne inhaltlichen Wert und betont lediglich frühere Promo-Aktionen, die ohne neue Kosten übernommen werden. In den ersten Tagen wurde der Kauf eines beliebigen Albums (egal zu welchem Preis) mit dem 20GB-Jahrespaket belohnt.

Ein anderer Reklame-Stunt: Ende Mai verscherbelte Amazon das neue Lady-Gaga-Album für 99 Cent. Eine finanzielle Investition, die mir (auch rückblickend) sinnvoll erscheint.

Here’s the math: For every unit it sells at 99 cents, Amazon will lose about $7.40, according to Billboard’s calculation. At $7.40 per unit and 430,000 units (10,000 shaved off total digital sales to account for some sales of the deluxe edition), the Gaga-related loss comes to $3.18 million.

Amazon will lose money on each 99-cent sale because it is paying Interscope/Universal Music Group the standard rate for each unit sold. The similar title is selling for $11.99 at iTunes. The retailer typically keeps 30% of the sale price, meaning it owes the label and distributor the remaining 70% — or $8.39.

Spannend bleibt die Web-Anpassung fürs iPad. Music Beta von Google, iTunes Match und ein zukünftiger Spotify-Auftritt in den USA bauen Druck auf. Beiläufig bemerkt: Das iPhone hat keine Ansichts-Optimierung erhalten. Der Cloud Player lässt sich am Telefon zwar weiterhin rudimentär bedienen, richtig Spaß macht das allerdings nicht.

Da der Hauptanteil des Verkaufspreises für Musik ohnehin nur an die Rechteinhaber durchgeschleust wird, dürfte Amazon sein Musik-Angebot derzeit als pures Anreizmodell verwenden. Die nachgelagerte Initiative, den Kunden Basispakete für Online-Speicher zu unterbreiten, könnte diesen Herbst in der Veröffentlichung eines Amazon-Tablets münden.

Spotify streamt zukünftig in den USA

von alex olma | 6. Juli 2011 | 17:41 Uhr

IPhoneBlog de Spotify

Der Musik-Streaming-Service Spotify schaltete vor wenigen Minuten eine Webseite zur Ankündigung seines US-Starts. Über entsprechende Verhandlungen mit den dortigen Musik-Labels wird seit Monaten gesprochen.

Eine Verfügbarkeit, dessen Preise sowie der oder die Partner (Facebook?) sind bislang noch nicht bekannt. Mit einem US-Start bringt sich der Dienst erstmals ernsthaft in direkte Konkurrenz zu Amazon, Google und Apple.

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