Ausprobiert: iTunes Match (+ Video)

von alex olma | 15. November 2011 | 13:25 Uhr

DirektMatch*

US-Only. Weiterhin gilt: iTunes Match startet vorerst ausschließlich in den USA, benötigt ein amerikanisches iTunes-Konto und zur Anmeldung eine US-Kreditkarte. Die Bezahlung der 25 US-Dollar erfolgt vom Account-Guthaben, falls der notwendige Geldbetrag dort vorhanden ist. Der Dienst lässt sich ohne VPN oder andere Zugangsbarrieren weltweit nutzen.

Erkennung. Über iTunes gekaufte Musiktitel wurden (bei mir) in allen Fällen erkannt. Für selbst digitalisierte CDs und (Kauf-)Downloads aus anderen Quellen, ist dies (bei mir) für einige Titel nicht der Fall. Ärgerlich: Einzelne Musikstücke, der sonst komplett erfassten CD (die in dieser Form und Edition auch im amerikanischen iTunes Store existiert!), ergeben kein ‘Match‘. Für diesen Fall existiert keine Möglichkeit, iTunes von der Song-Zugehörigkeit oder dessen Besitz zu überzeugen.

Schlimm ist das allerdings nicht, da die jeweiligen Melodien auf Apples Server hochgeladen werden und in ihrer bestehenden Qualität neben den abgeglichenen Titeln auch zur Verfügung stehen. Perfektionisten ärgern die ‘schwarzen Schafe’ trotzdem…

IPhoneBlog de iTunes Match

25.000 Musiktitel – das von Apple gesetzte Limit. Gezählt werden Uploads und ‘erkannte’ Songs aber keine über den Store erworbenen Kauftitel.

DRM. Für Musik mit DRM-Vergangenheit kann iTunes Match dessen Resozialisierung vornehmen. Allerdings gilt dies nur für Stücke, die im US-Store erworben und/oder dessen Account zuvor für die Wiedergabe autorisiert wurde. Ausprobieren konnte ich dies aufgrund einer fehlenden DRM-Testdateien nicht.

iTunes Match is currently available only in the United States. Songs purchased outside of the United States iTunes Store containing DRM will not be matched or uploaded to iCloud.

If a song contains DRM and is no longer available on the iTunes Store for purchase, the song is uploaded to iCloud and made available for download in protected DRM format. You will be required to authorize your computer or device for playback.

A song will not be uploaded to iCloud if the song contains DRM, was purchased using a different Apple ID, and could not be matched.

Lokale Musik bleibt erhalten. Wer seine Musik auf iCloud spielt, ändert erst einmal nichts an der heimischen Bibliothek. Ist ein selbst digitalisiertes Album allerdings komplett erkannt, können die lokalen Daten gelöscht und als ‘frische’ 256-kbps AACs noch einmal aus dem Netz geladen werden. Der Prozess lässt sich über intelligente Wiedergabelisten automatisieren.

Metadaten. iTunes Match beschützt Metadaten. Ein Eintrag im Kommentarfeld “ripped by DJ XY” wird in dieser Form auch auf iCloud geschickt. Beispiel: Mein iTunes auf dem Mac Pro besitzt ein Album, das von iTunes Match korrekt erkannt wurde und damit (ohne erneuten Upload) auch in der iCloud liegt. Das MacBook Air sieht über den identischen iTunes-Account den kompletten iCloud-Musikbestand und zieht sich eine ‘frische’ Version dieser Songs. Nehme ich Anmerkungen darin vor (cmd + I), wie beispielsweise im Kommentarfeld, werden diese Infos nach einem ‘Match’-Sync auch dem Mac Pro zugesteckt.

Auf identischem Weg gleicht die Bibliothek auch ‘Playcounts’ ab, die anzeigen wie oft ein Titel bereits gespielt wurde. Genauso gilt: Legt man am iPhone eine neue Wiedergabeliste an, erscheint diese kurze Zeit später auch an allen eigenen Desktop-Rechnern.

iCloud Status-Symbole. Unbedingt einschalten unter -> Darstellung -> Ansichtsoptionen (cmd + J).

IPhoneBlog de iTunes Match

Unterbrechungsfreie Wiedergabe. Beispiel: Nur die zwei ersten Titel eines Albums wurden aus der iCloud geladen. Am Ende des zweiten Songs spielt der Musikplayer trotzdem mit Song drei weiter und unterbricht damit nicht den Hörgenuss. Dies gilt allerdings auch für mobile Geräte wie dem iPhone, die im UMTS-Netz unterwegs sind.

Wer mit einem begrenzten Datenvolumen seines Vertrags kämpft, und nicht zuvor über sein heimisches WiFi das komplette Album aus der iCloud geladen hat, verpasst hier unter Umständen, dass sich das iPhone die benötigten Megabytes der neuen Songs einfach selbst herunterlädt.

Update: Unter -> Einstellungen -> Store lässt sich generell die Verwendung von Mobilfunktdaten abschalten. Damit wird allerdings auch der automatischen Download von Apps über das UMTS-Netz deaktiviert./Update

Apple TV. Apples Set-Top-Box gilt (natürlich) auch als kompatibles Gerät, das Zugriff auf die vollständige iCloud-Bibliothek hat.

IPhoneBlog de iCloud

Erstes Fazit. Die zweifelsfrei größte Neuerung verbirgt sich in der Re-Download-Möglichkeit von Musik. Was bei Apps von Beginn an möglich war, schafft Apple nach langem Anlauf auch für Musik. Mit Blick in die Vergangenheit, ist dies ein gigantischer (Verhandlungs-)Erfolg mit dessen Industrievertretern, den ich exklusiv Cupertino zuschreiben möchte.

Im Vergleich: Google Music kümmert sich entgegen ‘iTunes in the Cloud‘ nicht im geringsten um Nutzerfreundlichkeit, eine praxistaugliche Integration oder um die Änderungen eines Status quo.

Ohne Frage: iTunes Match lädt durch mehr Freiheiten an diversen Stellen zu ‘Piracy‘ ein. Einen anderen Weg zum Neuanfang scheint jedoch nicht vorstellbar. Wer sich vor diversen Jahren die CD-Kollektion der Beatles ausgeliehen und auf seinen Rechner gespielt hat, gibt für das (nahezu) identische Angebot nicht noch einmal hunderte von Euros aus. Ohne iTunes Match würde diese Musik nie (offiziell) in die (i)Cloud wandern und spaltet damit private Mediatheken. ‘Match‘ ist der Kleber, der den alten und neuen Umgang mit Musikstücken überbrücken soll. Zumindest scheint dies die Vorstellung der beteiligten Parteien.

Zukunftsaussichten fallen schwer. Apple setzt ganz klar auf ein Download- und kein Streaming-Konzept. Bestehende Kunden, dessen Musik-Bibliothek nicht ausschließlich aus iTunes-Käufen besteht, denken nicht lange über die 25 US-Dollar für ‘iTunes Match’ nach. Die Frage bleibt, ob neue Kunden gewonnen werden können oder ob diese Zielgruppe eher zu Rdio und Spotify tendiert.

Fest steht: Durch Apples Cloud-Service wird der Umgang mit lokalen Musikdateien, die man beliebig löschen und sich jederzeit wieder neu besorgen kann, erheblich erleichtert. Die Integration zickt an einigen Stellen noch, ist (mit den kleinen Wolken-Symbolen) allerdings äußerst liebevoll gestaltet und macht mir selbst iTunes am Desktop eine Spur sympathischer.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als Podcast in iTunes.

iOS 5.0.1 für Entwickler widmet sich dem Akku und der ‘Cache’-Entsorgung

von alex olma | 2. November 2011 | 23:15 Uhr

IPhoneBlog de Battery

“A small number of customers have reported lower than expected battery life on iOS 5 devices,” an Apple spokesperson told The Loop. “We have found a few bugs that are affecting battery life and we will release a software update to address those in a few weeks.”

Auf Apples Statement gegenüber Jim Dalrymple folgt ein iOS-Beta-Update für Entwickler (Build: 9A402), das neben Batterie-Bugs auch die Multitasking-Gesten für das iPad der ersten Generation zurückbringt.

Außerdem gibt es ein neues Datei-Attribut, das sich dem ‘Cleaning…‘-Problem zuwendet:

iOS 5.0.1 beta introduces a new “do not back up” attribute for specifying files that should remain on device, even in low storage situations. Use this attribute with data that can be recreated but needs to persist even in low storage situations for proper functioning of your app or because customers expect it to be available during offline use. This attribute works on marked files regardless of what directory they are in, including the Documents directory. These files will not be purged and will not be included in the user’s iCloud or iTunes backup. Because these files do use on-device storage space, your app is responsible for monitoring and purging these files periodically.

Auf meiner iOS-Wunschliste: ein Newsstand für Podcasts

von alex olma | 18. Oktober 2011 | 16:10 Uhr

IPhoneBlog de Newsstand

Edge Magazine (kostenlos; universal; App Store-Link)

Mit iOS 5 bekamen iPhone und iPad den ‘Newsstand‘ – im Großen und Ganzen ein simpler Ordner für spezielle Apps. Verleger wecken dort für neue Ausgaben ihr Programm mittels einem lautlosen Push auf. Die Anwendung überprüft das Abo, holt sich den Download-Link und übergibt ihn an die Warteschlange im System. Ist die neue Edition heruntergeladen, gibt’s eine Benachrichtigung und das Abzeichen ‘NEU’.

Zeitschriften-Apps, die sich ins Newsstand-Verzeichnis installieren, synchronisieren sich nicht über mehrere Geräte. Das kann verwirren, weil die Zeitschriften und Hefte nicht mehr wie individuelle Apps aussehen, aber natürlich weiterhin eigenständig bleiben. Auch einen Abgleich von Lesepositionen – wie er beispielsweise bei iBooks antrainiert wurde – erfolgt nicht automatisch sondern muss vom Entwickler über eigene Benutzerkonten oder iCloud realisiert sein.

Verleger freut die Neuerung. Endlich müssen sich ihre Journale nicht mehr mit den unzähligen anderen Software-Vertretern in gleicher App-Store-Kategorie herumschlagen und um begehrte Chartpositionen in der Lifestyle-Sektion kämpfen.

IPhoneBlog de Podstand

Die automatische Download-Option im Hintergrund ist insbesondere für digitale Hefte von exorbitanter Größe sinnvoll. Aber wie cool wäre ‘PodStand‘, eine Art Newsstand-Kopie für Audio- und Video-Podcasts aus dem iTunes-Verzeichnis!? Mit Monetarisierungsmöglichkeit, Live-(Streaming)-Option, Sendezeiten-Push und einer vernünftigen ‘Shownotes’-Aufbereitung.

Nachdem Apple die Musikindustrie gerettet, Hollywood unter die Arme gegriffen und jetzt den Patienten ‘Verleger’ zur Regeneration ans Krankenbett gefesselt hat, wäre es an der Zeit für mehr Aufmerksamkeit der treusten iTunes-Contentlieferanten.

iTunes 10.5 steht zum Download bereit

von alex olma | 11. Oktober 2011 | 19:10 Uhr

Frühwarnsystem: eine Update-Flut steht ins Haus

von alex olma | 11. Oktober 2011 | 14:08 Uhr

IPhoneBlog de Flight

Mit iOS 5 steht uns am morgigen Mittwoch auch der Start von iCloud ins Haus. In Vorbereitung dafür pumpt der App Store fleißig Software-Aktualisierungen durch die Leitung.

Explizite Sync-Anpassungen, die den serverseitigen Speicher nutzen, sind mit Flight Track Pro (7.99 €; universal; App Store-Link) oder GoodReader (3.99 €; iPad-Version; App Store-Link) bereits verfügbar.

Erica Sadun leistet ein paar verständliche Einblicke in “How iCloud works“:

In the end, there’s very little in the way of iCloud APIs. It’s really just a folder that is synchronized to offsite-storage. The trick will be how well developers think about different ways that distance, connection, and time can affect the way documents in that folder must adapt to user updates.

Mit der Veröffentlichung von iOS 5, 478 Tage nach iOS 4.0, stehen für den heutigen Dienstag (und/oder den morgigen Mittwoch) außerdem Apples Updates der iWork-Suite (iOS und Desktop), iTunes (Mac und PC) und OS X (10.7.2) ins Haus – obendrein erwarten wir ‘Find My Friends‘ und ‘Cards‘.

Für Entwickler: iTunes 10.5 beta 9

von alex olma | 30. September 2011 | 18:43 Uhr

Erfolgreich bei ‘iTunes Match’ angemeldet

von alex olma | 16. September 2011 | 11:26 Uhr

IPhoneBlog de iTunes Match

Seit vergangenem Sonntag bin ich ‘iTunes Match‘-Nutzer. In der zweiten Welle, die Apple für Entwickler-Konten anschob, konnte ich mich mit einer US-Kreditkarte (und einem US-Account) registrieren. Entgegen meiner Behauptung von vor zwei Wochen dient diese jedoch lediglich als Regionalcode-Sperre. Abgerechnet wird, falls ausreichend Guthaben auf dem amerikanischen iTunes-Konto vorhanden ist, von den hinterlegten Geldreserven.

Große Erkenntnisse bleiben jedoch aus. Um’s konkreter zu sagen: Dieser angefangene Entwurf eines Blogbeitrags schlummert seit Montag in MarsEdit (31.99 €; MAS-Link) und kommt nicht wirklich voran.

Ein kurze Wasserstandsmeldung kann trotzdem nicht schaden: Zur Probe habe ich meine iTunes-Testbibliothek mit acht CDs bestückt. Darunter fanden sich über iTunes gekaufte Songs, MP3s von Amazon, das Girl Talk-Album und selbst erstellte Audio-’Backups’.

Die Mühe war zum jetzigen Zeitpunkt jedoch unnötig. Alles was derzeit nicht direkt über die Apple-Server gekauft wurde, steht in dieser Beta-Fassung noch nicht als neuer 256-Kbps-Download zur Verfügung – zumindest für mich. Allerdings überträgt iTunes Match bereits die Metadaten und zeigt die Alben grau schattiert an.

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Gleiches gilt für zweite iTunes-(Desktop-)Instanzen, die für dieses Konto autorisiert wurden – Testkandidat war das MacBook Air. Aktiviert man ‘iTunes Match’ auf dem Laptop, zieht es sich die ‘iCloud Library‘. Manchmal klappt das, manchmal ist ein iTunes-Neustart notwendig. Manchmal kommen die Cover-Artworks mit, manchmal nur einige.

Wie gut also die Erkennung von iTunes Match ausfällt (beispielsweise für Musiktitel mit unvollständige Metadaten bei selbst erstellten MP3s oder uneindeutigen Live-Aufnahmen), um den Upload von mehreren Gigabyte auf die Apple-Server zu vermeiden, ist derzeit nicht zu beurteilen. Das der Abgleich jedoch ein großes Problem darstellt, ist schwer vorzustellen – Stichwort Shazam.

Lustige Spielchen treiben die Wiedergabelisten: iTunes Match ‘synct’ diese auf seine Server. Ein neu aktivierter Mac ‘empfängt’ die Zusammenstellung dann über ‘iTunes Match’. Teilweise tauchen dabei ‘vor Tagen’ entfernte Einträge wieder neu auf. Das iTunes Match jedoch überhaupt die ‘Playlists’ anfasst, war mir neu.

IPhoneBlog de Replace

Aktiviert man iTunes Match auf einem iOS-Gerät, ersetzt es die lokale Musik-Bibliothek. Unverändert gilt: Keine Songs, weder ‘abgeglichene’ Titel noch individuelle Uploads, zählen gegen den kostenlosen iCloud 5GB-Speicherplatz.

Allgemein gilt: Es ist sehr schwierig aus Apples Betas abzulesen, wie weit ein Dienst oder eine Software wirklich ist. Das gilt sowohl für die (lokalen) iOS-Entwicklerversionen als auch Netzwerkdienste wie iTunes Match, bei denen obendrein der Einblick in die dahinterstehende Infrastruktur fehlt.

Das grundlegende Konzept von iTunes Match, bei dem weiterhin der Besitz von digitaler Musik zählt, scheint sehr praxistauglich weil antike Einschränkungen für Käufer wegfallen.

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