Apple lässt iOS 5.0.1 von der Leine

von alex olma | 10. November 2011 | 20:22 Uhr

IPhoneBlog de iOS 5 0 1

Apple veröffentlicht seine erste iOS-Version (Build 9A405), die als Delta-Update drahtlos über das WiFi-Netz bezogen werden kann. Dessen Änderungen sind seit der Entwickler-Beta bekannt.

Siri heißt in Großbritannien ‘Jon’, der als ‘Daniel’ vorsprach.

von alex olma | 10. November 2011 | 14:58 Uhr

IPhoneBlog de Jon Briggs Siri

Photo: Jon Briggs

Jon Briggs, a former technology journalist who “fell into” voice-over work, recorded “Daniel” for Scansoft, which subsequently merged with Nuance, the company that works with Apple on Siri.

Seine ursprünglichen Sprachaufnahmen im Umfang von 5.000 Sätzen, aufgezeichnet innerhalb von drei Wochen, entstanden vor fünf bis sechs Jahren. Und wie erfuhr die britische Mac OS-Stimme von seiner neuen Promi-Platzierung? Aus dem Fernsehen.

Version 2.0: Apple-Store-App lässt Kunden per iPhone bezahlen

von alex olma | 8. November 2011 | 11:32 Uhr

Mit Apples Store-App (kostenlos; App Store-Link) und einer iPhone-Kamera scannen US-Kunden Produkte im Ladengeschäft, die sie anschließend über ihren iTunes-Account bezahlen (“EasyPay“). Außerdem lassen sich alle eingepflegten Retail-Artikel zum Abholen vorbestellen (“Personal Pickup“). International lernt die App in Version 2.0 (lediglich) eine Sendungsverfolgung hinzu (“Track your stuff“).

Wie genau die Verkäufer mit der ‘EasyPay’-Methode umgangen werden sollen und trotzdem sichergestellt wird, dass die im Verkaufsregal zugänglichen Produkte regulär erfasst und bezahlt werden, geht aus der iTunes-Beschreibung nicht hervor. Ein Praxistest aus den USA wird jedoch nicht lange auf sich warten lassen. Für Macs, iPhones und iPods ist ohnehin ein Kontakt mit dem Verkaufspersonal notwendig.

DirektRetail

Apple besitzt mittlerweile 357 Retail Stores in 11 Ländern. Als Steve Jobs 2001 dessen Konzept vorstellte, wurde er dafür (vorsichtig ausgedrückt) belächelt. Heutzutage macht kein anderes US-Geschäft mehr Umsatz pro Quadratmeter seiner Ladenfläche.

In 2010, 233.3 million people walked through the doors of an Apple Retail Store. For 2010, that’s an average of about 718,000 visitors per store per year, or about 13,800 visitors per week.

iPhone 4S weiter unter hoher Nachfrage

von alex olma | 7. November 2011 | 18:48 Uhr

IPhoneBlog de Nicht reservierbar 1

Analyst Chris Whitmore (Deutsche Bank) schaut auf die iPhone-4S-Verfügbarkeit in 30 (US-)Apple Retail Stores:

Our retail checks reveal Apple is experiencing daily stock outs at ~85-90% of the ~30 retail stores we called.

Die 30 betrachteten Geschäfte entsprechen einer Stichprobengröße von zirka 10-Prozent. Zur Erinnerung: Das iPhone 4S befindet sich seit über drei Wochen im Verkauf.

Außerdem: Am vergangenen Freitag lief der Vorkauf für das iPhone 4S in 15 weiteren Ländern an, darunter Hong Kong und Südkorea. Analyst Brian White (Ticonderoga) möchte erfahren haben, dass das Kontingent für Hong Kong innerhalb von 10 Minuten ausverkauft war.

Ein vergleichbares Bild kommt aus Korea: Die Webseiten der zwei größten Mobilfunkanbieter fanden sich “überschwemmt” mit Kundenanfragen:

The website crashed due to high traffic at one point, and the two companies had over 200,000 pre-orders the same day, much more than the 130,000 pre-orders for the iPhone 4 in August last year.

Apples Erfolgsgeheimnis: das ‘Supply-Chain-Management’

von alex olma | 4. November 2011 | 17:30 Uhr

IPhoneBlog de Laser

At least once, the company shipped products in tomato boxes to avoid detection, says the consultant who has worked with Apple. When the iPad 2 debuted, the finished devices were packed in plain boxes and Apple employees monitored every handoff point—loading dock, airport, truck depot, and distribution center—to make sure each unit was accounted for.

Adam Satariano und Peter Burrows spendieren lesenswerte Einblicke in Apples Hardware-Produktionsprozess und die damit zusammenhängenden Lieferanten-Beziehungen – ihre Quellen bleiben anonym (und nicht zu überprüfen), die Informanten-Aussagen jedoch glaubwürdig.

Der Artikel endet mit dem Ausblick auf eine Verdopplung der Apple-Ausgaben für die ‘Supply-Chain‘ (Lieferkette). Die in den Raum geworfenen 7.1 Milliarden US-Dollar stimmen dabei mit der Verdopplung von “retail and cloud operations” überein, die Apple selbst für 2012 bemessen hat.

Auch Horace Dediu fragte “How much do Apple’s factories cost?” und kommt zu diesem Urteil:

Indeed, Apple has used capital to ensure it has better control over the supply of components and to also perhaps ensure capacity of production of those components.

But this analysis shows that Apple has gone much further toward integrating its value chain. It suggests that a large part of the tooling in its supply chain is owned by Apple. It suggests that those tools are put out of reach of its competitors.

Wettrüsten um Standortinfos

von alex olma | 1. November 2011 | 13:38 Uhr

Zu ‘Locationgate In der Diskussion um die Erfassung von Geo-Positionen wurde bekannt, dass Apple Verkehrsdaten von iOS-Geräten für die Nutzung in einem zukünftigen Service erfasst:

8. What other location data is Apple collecting from the iPhone besides crowd-sourced Wi-Fi hotspot and cell tower data?

Apple is now collecting anonymous traffic data to build a crowd-sourced traffic database with the goal of providing iPhone users an improved traffic service in the next couple of years.

Die Sammlung von Standortdaten ist bereits länger bekannt und geschieht (mindestens) seit iOS 3.2 (April 2010). Davor zapfte Apple nach eigenem Kommentar ausschließlich die Google- und Skyhook-Datenbanken zur Positionsermittlung an. Rund um diesen Termin akquirierte der Computerkonzern auch die Kartendienste Placebase (im Herbst 2009) und Poly9 (im Juli 2010). Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass nun scheinbar auch C3 Technologies – ein Spin-Off vom Autohersteller Saab – als neue Cupertino-Tochterfirma gilt.

DirektC3

Eine bereits auf dem diesjährigen Mobile World Congress gezeigte iPad-App (siehe Video) ließ sich per Multitouch-Gesten bedienen, ganz ähnlich dem für einige Großstädte verfügbaren 3D-Modus von Google Maps auf Android-Smartphones. Anders als dieser zeigen die Karten von C3 Technologies jedoch nicht nur 3D-Modelle, sondern auch die abfotografierten Fassaden der Gebäude an, was einen fotorealistischen Eindruck vermittelt.

Das zeigt, wie Apple operiert und drängt den Vergleich mit Siri auf. Apple kauft nicht eine einzelne Firma und verwendet deren Produkt, sondern flechtet aus unterschiedlichen Komponenten, Lizenzen und über die passenden Fachkräfte ein ‘Feature’ ins bestehende Portfolio ein. Ähnlich wie beim neuen Sprachassistenten die Kombination aus App-Store-App und Nuance-Partnerschaft zusammenspielt, häufen sich auch diesmal die (vermeintlich) kleinen Firmenkäufe mit dessen Spezialisierung an.

Sicher ist: Apple baut nicht (nur) ein neues ‘Google Maps‘. Zur Erinnerung: Die Kartenanwendung auf allen iPhones und iPads stammt direkt aus Cupertino; Google stellt lediglich die Schnittstelle zur eigenen Datenbank.

Sicher ist außerdem: Die Geo-Funktionalität unter iOS ist nicht mehr wegzudenken, da sie sich über die reine Karten-Oberfläche hinaus auf Drittanbieter-Anwendungen und Systemfunktionen erstreckt. Schon allein aufgrund dieser elementaren Integration von Ortungsdiensten ist ein System unter eigener Kontrolle für Apple notwendig.

Es bleibt daher ein Wettrüsten, das nicht zwangsläufig zu einem hauseigenen ‘Apple-Maps‘ führen muss – es kann weiterhin ‘nur’ darauf aufbauen. Aber (zumindest) theoretisch die Möglichkeit zu besitzen, unabhängig zu sein, birgt eine komplett andere Verhandlungsposition für die Zukunft.

‘Slide to Unlock’ erhält US-Patent

von alex olma | 26. Oktober 2011 | 11:22 Uhr

DirektSlideToUnlock

Steve Jobs’ Präsentation von ‘Slide to Unlock‘ (ab 15:31) bleibt unerreicht; ein Patent für diese Entriegelungstechnik, in der gestrigen Nacht vom United States Patent & Trademark Office bestätigt (Nummer: 8,046,721), ist natürlich Quatsch.

Dies befand schon ein niederländisches Gericht:

Looking at what was already there before Apple’s December 2005 patent application, the judge concluded that what Apple’s patent claims is “not inventive”, in other words, too trivial to be worthy of patent protection.

The slide-to-unlock patent appears to be coming out on the losing end, at least in the Netherlands, and for good reasons in my opinion.

Nach dem ersten Wochenende: vier Millionen verkaufte iPhone 4S

von alex olma | 17. Oktober 2011 | 14:57 Uhr

IPhoneBlog de 4S

Apple gibt soeben per Pressemitteilung bekannt, dass in den ersten drei Verkaufstagen weltweit vier Millionen iPhone 4S abgesetzt werden konnten.

iPhone 4S is available today in the US, Australia, Canada, France, Germany, Japan and the UK, and will be available in 22 more countries on October 28 and more than 70 countries by the end of the year.

Die neuste Version von Apples mobilem Betriebssystem iOS verzeichnet fünf Tage nach dessen Versionssprung auf iOS 5.0 über 25 Millionen Downloads. Zusätzlich entschieden sich bereits 20 Millionen Kunden für Apples iCloud-Service.

Update: Zum Vergleich: Das iPhone 4 verkaufte im letzten Jahr 1.7 Millionen Geräte.

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